Brennpunkte

Brand in Crans-Montana: Tausende nehmen in Italien an Begräbnis von vier Todesopfern teil

  • AFP - 7. Januar 2026, 19:49 Uhr
Bild vergrößern: Brand in Crans-Montana: Tausende nehmen in Italien an Begräbnis von vier Todesopfern teil
In Rom wurde Riccardo Minghetti zu Grabe getragen
Bild: AFP

Eine Woche nach der Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana sind in Italien vier dort gestorbene Jugendliche unter öffentlicher Anteilnahme Tausender Menschen beerdigt worden. In der norditalienischen Metropole Mailand nahmen zahlreiche Menschen an den Begräbnissen der beiden 16-Jährigen Achille Barosi und Chiara Costanzo teil. Im norditalienischen Bologna wurde der 16-jährige Giovanni Tamburi beigesetzt, in der Hauptstadt Rom der gleichaltrige Riccardo Minghetti.

Eine Woche nach der Brandkatastrophe im schweizerischen Crans-Montana sind in Italien vier dort gestorbene Jugendliche unter öffentlicher Anteilnahme Tausender Menschen beerdigt worden. In der norditalienischen Metropole Mailand nahmen zahlreiche Menschen an den Begräbnissen der beiden 16-Jährigen Achille Barosi und Chiara Costanzo teil. Im norditalienischen Bologna wurde der 16-jährige Giovanni Tamburi beigesetzt, in der Hauptstadt Rom der gleichaltrige Riccardo Minghetti.

Im winterlich kalten Mailand war die unweit des Doms gelegene Basilika Santa Maria delle Grazie für die Beerdigung von Chiara Costanzo überfüllt, zahlreiche Menschen warteten vor dem Gotteshaus. Als der Sarg mit der Teenagerin aus der Kirche getragen wurde, applaudierte die Menschenmenge - wie in Italien bei Begräbnissen mit großer Anteilnahme üblich.

Ihr Vater Andrea Costanzo sagte bei der Trauerfeier, Italien habe mit seiner Anteilnahme "bemerkenswerte Menschlichkeit und Sensibilität bewiesen". Nun müsse die Brandkatastrophe jedoch "vollständig aufgeklärt" werden. 

Das Feuer war in der Silvesternacht in der Bar "Le Constellation" in dem beliebten Skiort Crans-Montana ausgebrochen, als zahlreiche junge Menschen dort ins neue Jahr feierten. 40 Menschen kamen ums Leben, 116 weitere Menschen wurden verletzt. Die Hälfte der Todesopfer war minderjährig; das jüngste Todesopfer war erst 14 Jahre alt, das älteste 39. 

Mittlerweile sind alle Todesopfer und Verletzten identifiziert. Am Montagabend wurden noch 83 Verletzte in Krankenhäusern behandelt, viele davon mit schweren Verbrennungen.

Den Ermittlern zufolge wurde der Brand im Keller der Bar offenbar durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprach.

Weitere Meldungen

Linke kritisiert Wehrdienst-Pläne von Pistorius

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Linke hat Kritik an den Plänen von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geübt, der laut einem Brief an die

Mehr
Wintereinbruch: DLRG warnt vor zu dünnen Eisflächen

Bad Nenndorf (dts Nachrichtenagentur) - Trotz der klirrenden Kälte warnt die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) vor erheblichen Risiken beim Betreten von gefrorenen Seen

Mehr
Venezuela lässt politische Häftlinge frei - darunter bekannte Aktivistin Rocío San Miguel

Fünf Tage nach der US-Militärintervention in Venezuela hat der Parlamentspräsident des südamerikanischen Landes die Freilassung zahlreicher Häftlinge bekanntgegeben -

Mehr

Top Meldungen

Union stellt sich gegen Bleiberecht für arbeitende Zuwanderer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Spitzenpolitiker der Union haben sich gegen die Forderung der SPD-Fraktion gestellt, ein Bleiberecht für alle Zuwanderer zu schaffen, die in

Mehr
Zahl der Langzeitarbeitslosen steigt auf über eine Million

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Deutschland hat wieder mehr als eine Million Langzeitarbeitslose. Das berichtet die "Bild" (Freitagausgabe) unter Berufung auf eine Antwort der

Mehr
Staatliche LNG-Terminals importierten 2025 deutlich mehr Flüssigerdgas

Über die drei staatlich verwalteten schwimmenden Importterminals für Flüssigerdgas (LNG) ist im vergangenen Jahr deutlich mehr Erdgas ins deutsche Netz eingespeist worden.

Mehr