Technologie

Nach Sexpuppen-Skandal: Onlinehändler Shein verschiebt Ladenöffnungen

  • AFP - 14. November 2025, 13:09 Uhr
Bild vergrößern: Nach Sexpuppen-Skandal: Onlinehändler Shein verschiebt Ladenöffnungen
Shein-Logo
Bild: AFP

.

Nach einem Skandal wegen pädopornographischer Sexpuppen des asiatischen Onlinehändlers Shein ist die Eröffnung weiterer Geschäfte in Frankreich auf unbestimmte Zeit verschoben. "Wir müssen das Angebot und die Preispolitik anpassen, deshalb werden wir die Eröffnungen um einige Tage oder Wochen verschieben", sagte Frédéric Merlin, Geschäftsführer der BHV-Kaufhauskette. 

Im Pariser BHV-Kaufhaus hatte in der vergangenen Woche unter Protesten von Kritikern der erste ständige Shein-Laden weltweit eröffnet. Weitere Shein-Läden hätten unter anderem in BHV-Kaufhäusern in Dijon, Reims und Grenoble bis Ende des Jahres öffnen sollen. 

Der in China gegründete Onlinehändler mit Sitz in Singapur ist in Frankreich derzeit unter strenger Beobachtung der Behörden. Die französische Regierung hatte ein Verfahren gegen Shein eingeleitet, nachdem auf dessen Internetplattform Sexpuppen mit kindlichen Gesichtszügen entdeckt worden waren. Auch Macheten und Schlagringe waren im Angebot. Am vergangenen Freitag hieß es, dass Shein alle illegalen Produkte aus dem Online-Angebot entfernt habe. 

Die Eröffnung des etwa 1000 Quadratmeter großen Shein-Geschäfts auf der sechsten Etage des Pariser Traditionskaufhauses BHV am 5. November war von zahlreichen Protesten begleitet gewesen. Diese richteten sich sowohl gegen die verheerende Umwelt- und Sozialbilanz des Unternehmens als auch gegen den Skandal um die Sexpuppen. 

Weitere Meldungen

Bürokratie-Hindernisse und Verbesserungsvorschläge: Bund startet Melde-Portal

Die Bundesregierung hat ein Portal eingerichtet, auf dem Bürger Fälle von überbordender und unsinniger Bürokratie melden können. Das "EinfachMachen-Portal" ist seit

Mehr
Merkel erwartet "große Schlacht" mit den USA über KI-Regulierung

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht Europa bei Fragen zu Künstlicher Intelligenz (KI) vor einer "großen Schlacht" mit den USA. "Es wird eine entscheidende Frage, ob wir

Mehr
Trump will KI-Regulierung durch Bundesstaaten verhindern

US-Präsident Donald Trump will die Aufsicht von Künstlicher Intelligenz (KI) zentralisieren, um die Technologie dem Einfluss einzelner Bundesstaaten zu entziehen. Er

Mehr

Top Meldungen

Commerzbank sieht in Übernahme durch Unicredit "keinen Sinn"

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Bettina Orlopp, hält eine Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit derzeit für

Mehr
Analyse: Schlechte Jobaussichten für Führungskräfte

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Jobaussichten für Führungskräfte in Deutschland haben sich deutlich verschlechtert. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres schrumpfte

Mehr
So wenig neue Bahnstrecken wie seit 1991 nicht mehr

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In den vergangenen zehn Jahren wurden so wenig neue Bahnstrecken wie seit 1991 nicht mehr in Betrieb genommen, dem Beginn der

Mehr