Gesundheit

Zahl der Organspenden in Deutschland bis Oktober leicht gestiegen

  • AFP - 13. November 2025, 09:38 Uhr
Bild vergrößern: Zahl der Organspenden in Deutschland bis Oktober leicht gestiegen
Herztransplantation in Krankenhaus
Bild: AFP

Die Zahl der Organspenden ist in Deutschland in den ersten zehn Monaten dieses Jahres leicht gestiegen. Von Januar bis Oktober spendeten 836 Menschen Organe nach ihrem Tod, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation mitteilte.

Die Zahl der Organspenden ist in Deutschland in den ersten zehn Monaten dieses Jahres leicht gestiegen. Von Januar bis Oktober spendeten 836 Menschen Organe nach ihrem Tod, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Donnerstag in Frankfurt am Main erklärte. Im Vergleichszeitraum 2024 waren es 789 Organspender gewesen.

Bis Oktober wurden Patienten in Deutschland insgesamt 2738 Organe transplantiert und damit fast 200 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zwischen Januar und Oktober 2024 wurden in Deutschland 2557 Organe eingepflanzt.

Die Spenderorgane werden in Deutschland und anderen Ländern entnommen, dann über die internationale Vermittlungsstelle Eurotransplant verteilt und hierzulande oder im Ausland transplantiert. Die Summe der in Deutschland entnommenen Organe, die über Eurotransplant verteilt und anschließend transplantiert wurden, lag in den ersten zehn Monaten bei 2523. Im Vorjahreszeitraum waren es 2391 gewesen.

"Die leichte Steigerung der Organspende gegenüber dem Vorjahr ist für die Patientinnen und Patienten auf den Wartelisten erfreulich", erklärte der Medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel. Dies sei aber "keine fundamentale Wende bei der Organspende". Auch zeigten die Spenderzahlen erneut deutliche regionale Unterschiede. So gebe es in einigen Regionen, insbesondere im Nordosten, einen Rückgang der Spenden, während andere Bundesländer leichte Zuwächse hätten.

Von den insgesamt 2963 in Deutschland zwischen Januar und Oktober gemeldeten potenziellen Organspenden konnte demnach die große Mehrheit von 2127 Fällen nicht realisiert werden. Häufigster Grund war Rahmel zufolge die fehlende Zustimmung der Angehörigen. In etwa jedem zweiten Fall scheiterte die Organentnahme an einer fehlenden Einwilligung, noch vor medizinischen Gründen.

Weitere Meldungen

"Gute Nachricht": König Charles III. verkündet Erfolge bei seiner Krebsbehandlung

Fast zwei Jahre nach Bekanntgabe seiner Krebserkrankung hat der britische König Charles III. Erfolge bei der Behandlung verkündet. Er könne heute eine "gute Nachricht"

Mehr
Frankreich: Lebenslange Haft für mutmaßlichen Patientenvergifter gefordert

Im Prozess um 30 vergiftete Patienten in Frankreich hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den angeklagten ehemaligen Narkose-Arzt gefordert. Frédéric Péchier habe

Mehr
Gesundheitsbehörden melden "beispiellose" Grippewelle in Großbritannien

Großbritannien leidet nach Angaben der Gesundheitsbehörden unter einer "beispiellosen" Grippewelle: Der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) befinde sich in einer "unglaublich

Mehr

Top Meldungen

Commerzbank sieht in Übernahme durch Unicredit "keinen Sinn"

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Die Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Bettina Orlopp, hält eine Übernahme durch die italienische Großbank Unicredit derzeit für

Mehr
Analyse: Schlechte Jobaussichten für Führungskräfte

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Jobaussichten für Führungskräfte in Deutschland haben sich deutlich verschlechtert. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres schrumpfte

Mehr
So wenig neue Bahnstrecken wie seit 1991 nicht mehr

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In den vergangenen zehn Jahren wurden so wenig neue Bahnstrecken wie seit 1991 nicht mehr in Betrieb genommen, dem Beginn der

Mehr