Motor

ADAC-Pannenstatistik - Elektroautos besser als Verbrenner

  • Holger Holzer/SP-X - 10. April 2025, 10:13 Uhr
Bild vergrößern: ADAC-Pannenstatistik  - Elektroautos besser als Verbrenner
Der ADAC hat seine Einsatzstatistik des vergangenen Jahres ausgewertet Foto: Willfried Wulff/ADAC

Elektroautos haben weniger Pannen als Verbrenner. Hakt es doch einmal, ist es die Starterbatterie.

Elektroautos bleiben seltener liegen als Benziner und Diesel. Wie aus der nun veröffentlichten Pannenstatistik 2025 des ADAC hervorgeht, kommen bei zwei- bis vierjährigen Verbrennern 9,4 Einsätze der „Gelben Engel“ auf 1.000 zugelassene Fahrzeuge. Bei E-Autos beträgt die Quote lediglich 3,8.  

Mit fortschreitendem Fahrzeugalter schneiden die Stromer ebenfalls besser ab. In der Klasse der Drei- bis Fünfjährigen lag das Verhältnis bei 10,4 zu 4,2 Pannen, bei den fünf Jahre alten Autos schrumpfte der Abstand auf 12 zu 8,5 Einsätze pro 1.000. Viele der anfänglichen Probleme und Schwachstellen bei E-Mobilen seien durch die Hersteller mittlerweile behoben, so der ADAC. Hinzu kommt, dass die Vielfalt an Modellen und Herstellern zunimmt, wodurch einzelne Problem-Baureihen weniger stark dominieren. Ein abschließendes Urteil zur Pannenanfälligkeit von E-Autos im Vergleich zu Verbrennern will der Automobilclub aber noch nicht fällen.

Egal ob Stromer oder nicht: Das anfälligste Bauteil bleibt unabhängig vom Antrieb die Starterbatterie. Bei E-Autos machte sie 50 Prozent der Gründe für ein Ausrücken der Helfer aus, bei Verbrennern 45 Prozent. Probleme machten insgesamt außerdem häufiger der Motor, das Motormanagement, das Bordnetz, die Beleuchtung, der Anlasser und die Wegfahrsperre.

Am anfälligsten für Pannen zeigte sich im vergangenen Jahr der Toyota C-HR mit Erstzulassung 2020. Der ADAC zählte 63 Einsätze pro 1.000 Einheiten des kompakten Crossovers. Auch andere Fahrzeuge des eigentlich für seine Zuverlässigkeit bekannten Herstellers schnitten in der Statistik schlecht ab, etwa der Kleinwagen Yaris oder das SUV RAV4. Überzeugen konnte lediglich der Kleinstwagen Aygo. Toyota selbst nennt dem ADAC zufolge Batterieprobleme als Grund für das schlechte Abschneiden; seit Ende 2024 würden andere 12-Volt-Akkus genutzt.

Am besten schnitten im vergangenen Jahr unter den zweijährigen Fahrzeugen der Mini (0,3 Pannen pro 1.000 Fahrzeuge) und der Audi A4 (0,4 Pannen) ab, beide mit Verbrennungsmotor. Bestes E-Auto war das Tesla Model 3 (0,5). Insgesamt blieben zwölf der 159 ausgewerteten Modelle von 20 Marken unterhalb der Pannenkennziffer von 1. Berücksichtigt wurden nur Baureihen mit mindestens 7.000 Neuzulassungen in zwei Jahren.

Weitere Meldungen

Effiziente Lastüberwachung: Der Weg zu mehr Effizienz im Maschinen- und Spezialtransport

Die aktuelle Situation im Maschinen- und Spezialtransport

Die Überwachung von Lasten im Maschinen- und Spezialtransport stellt eine komplexe Herausforderung dar.

Mehr
Kann ich mein Auto selber lackieren?

Sie stehen in der Garage, betrachten Ihr Auto und denken sich: "Ein frischer Anstrich könnte nicht schaden." Vielleicht hat der Lack schon bessere Tage gesehen, oder Sie

Mehr
Motorschaden in Hannover? So gelingt der Verkauf ohne Stress

Wenn der Motor streikt, stehen viele Autobesitzer vor der Frage, ob sich eine teure Reparatur wirklich lohnt. Doch es gibt eine Alternative: Mehr

Top Meldungen

Unternehmenskritik an SPD-Plänen zur Erbschaftsteuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Mehrere Wirtschaftsverbände haben mit Empörung und Unverständnis auf die SPD-Pläne zur Reform der Erbschaftsteuer reagiert. Der Verband der

Mehr
Arbeitgeber wollen Änderungen an EU-Richtlinie für Lohntransparenz

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Arbeitgeberverband BDA hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, sich auf den letzten Metern gegen die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz

Mehr
Trump: Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen alle Handelspartner des Iran

US-Präsident Donald Trump hat angesichts des gewaltsamen Vorgehens der iranischen Sicherheitskräfte gegen die Massenproteste in dem Land Strafzölle gegen alle Handelspartner

Mehr