Wirtschaft

Iran-Krieg: Massiver Preisanstieg für Energieimporte nach Deutschland

  • AFP - 29. Mai 2026, 11:31 Uhr
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Tankstelle in Berlin am 24. April
Bild: AFP

Im Zuge des Iran-Kriegs haben die Einfuhrpreise für Energie massiv zugelegt. Sie kletterten gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist der stärkste Zuwachs im Vorjahresvergleich seit Oktober 2022.

Der Iran-Krieg hat zu einem  massiven Anstieg der Einfuhrpreise für Energie geführt: Sie kletterten gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,0 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das ist demnach der stärkste Zuwachs im Vorjahresvergleich seit Oktober 2022 - damals waren die Importpreise für Energie um 63,0 Prozent gestiegen. 

Im April legten die Einfuhrpreise für Mineralölerzeugnisse um 58,1 Prozent zu. Erdöl kostete 47,5 Prozent mehr, bei Erdgas gab es einen Zuwachs von 6,9 Prozent.

Die Einfuhrpreise insgesamt lagen im April um 5,3 Prozent höher als im April 2025. Die Energiepreise trieben die Gesamtentwicklung der Importpreise zusammen mit den Preisen für Vorleistungsgüter laut Bundesamt am stärksten an. 

Bei den Preisen für Vorleistungsgütern kam es zu einem Zuwachs von 7,8 Prozent, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Insbesondere Nicht-Eisen-Metalle kosteten 27,6 Prozent mehr. Der Iran-Krieg führte auch zu einem deutlichen Anstieg der Preise für importierte Düngemittel und Stickstoffverbindungen um 22,9 Prozent. Auch im Vergleich zum März stiegen die Düngemittelpreise deutlich um 7,6 Prozent.

Bei den Preisen für Deutschlands Exporte machten sich die Auswirkungen des Iran-Kriegs ebenfalls bemerkbar - hier verzeichneten die Statistikerinnen und Statistiker ein Plus von 2,9 Prozent zum Vorjahresmonat. Den größten Einfluss hatten Vorleistungsgüter wie Metalle, Holz und chemische Grundstoffe, die 4,3 Prozent teurer waren. 

Bei den Preisen für Energieexporte verzeichnete das Statistikamt einen Anstieg von 27,0 Prozent. Demnach stiegen vor allem die Preise für Mineralölerzeugnisse um 52,4 Prozent - darunter Kerosin, das satte 106,3 Prozent teurer war. Im Vergleich zum Vormonat März sanken die Kerosin-Exportpreise wieder leicht um 2,8 Prozent. 

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