Finanzen

Merz will Stolz auf Deutschland durch Standortpolitik fördern

  • dts - 3. Oktober 2024, 09:02 Uhr
Bild vergrößern: Merz will Stolz auf Deutschland durch Standortpolitik fördern
Friedrich Merz (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Kanzlerkandidat der Union, Friedrich Merz (CDU), hat zum Tag der Deutschen Einheit einen Kulturwandel in der Wirtschaftspolitik gefordert. "Wir wollen Deutschland wieder zu einem Standort mit Zukunft machen. Wir wollen wieder stolz sein können auf Deutschland", schrieb der CDU-Vorsitzende in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt".

Deutschland müsse weg vom Hin und Her der Ampel. "Wir müssen hin zu einer Politik der Verlässlichkeit und Stetigkeit, die Vertrauen schafft für langfristige Investitionen", kritisierte Merz die Wirtschaftspolitik der Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Konkret forderte der CDU-Politiker eine umfassende Unternehmenssteuerreform. "Die Steuerbelastung für einbehaltene Gewinne muss auf 25 Prozent reduziert werden, damit Unternehmen in Deutschland kostengünstig produzieren können", argumentierte er.

Im deutschen Energiesystem will Merz alle Kostentreiber auf den Prüfstand stellen. "Die Netzentgelte können durch Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds schnell gesenkt werden, ebenso muss die Stromsteuer herunter auf das europäische Mindestmaß", so Merz.

Der Unionsfraktionsvorsitzende sieht Deutschlands Wohlstand im Leistungswillen der deutschen Arbeitnehmer begründet. "Sie erwarten zurecht, dass in der Sozialpolitik das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit gilt", behauptete er. Das sogenannte Bürgergeld laufe diesem Prinzip zuwider. "Es bestraft die, die jeden Tag anpacken, kostet Milliarden und sendet falsche Signale in den Arbeitsmarkt". Merz forderte deshalb, das Bürgergeld durch eine Grundsicherung zu ersetzen, die im Sinne der sozialen Marktwirtschaft Hilfe für diejenigen sichere, die tatsächlich hilfsbedürftig seien.

Er stellte zudem fest, dass die Deutsche Bahn für viele Nutzer ein besonders großes Ärgernis sei. "Netz und Betrieb müssen voneinander getrennt werden", forderte Merz. "Das Netz gehört in staatliche Hand, der Betrieb kann im Wettbewerb privatwirtschaftlich organisiert werden."

Weitere Meldungen

Körzell warnt vor sozialem Umbau auf Kosten der Beschäftigten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund wirft der Union vor, sich der Debatte über die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer und einer

Mehr
Union zeigt sich bei Spitzensteuersatz gesprächsbereit

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Union schließt offenbar eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes nicht mehr kategorisch aus. Das berichtet das "Handelsblatt" (Freitagausgabe)

Mehr
Burda-Chef fordert Digitalsteuer

Offenburg (dts Nachrichtenagentur) - Der neue Verwaltungsratschef von Hubert Burda Media, Marc Al-Hames, fordert die Einführung einer Digitalsteuer. "Ich würde über eine

Mehr

Top Meldungen

CSU verspricht Schutzmechanismen für Mieter in neuem Heizungsgesetz

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - CSU-Generalsekretär Martin Huber verspricht Schutzvorkehrungen für Mieter im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz. "Für uns ist wichtig: Der

Mehr
Hohe Spritpreise: Jusos pochen auf günstigeres Deutschlandticket

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Juso-Chef Philipp Türmer fordert als Reaktion auf die stark gestiegenen Spritpreise eine Preissenkung beim Deutschlandticket. Pendler würden

Mehr
Geflügelwirtschaft sieht knappes Eier-Angebot zu Ostern

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) spricht von einem knappen Eier-Angebot, sieht aber die Eierversorgung zu Ostern

Mehr