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UNO schlägt Alarm wegen anhaltender Kämpfer im Westen Myanmars

  • AFP - 19. April 2024, 18:44 Uhr
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In Myanmar kommt es wieder häufiger zu Zusammenstößen
Bild: AFP

Die UNO hat angesichts der massiven Kämpfe im Rakhine-Staat im Westen Myanmars zur Deeskalation aufgerufen. 'Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Geschichte wiederholt', erklärte der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk am Freitag mit Blick auf die Zusammenstöße zwischen dem Militär und der Rebellengruppe Arakan Army (AA) sowie die Spannungen zwischen den Rohingya und den ethnischen Rakhine-Gemeinschaften.

Die UNO hat angesichts der massiven Kämpfe im Rakhine-Staat im Westen Myanmars zur Deeskalation aufgerufen. "Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Geschichte wiederholt", erklärte der UN-Menschenrechtsbeauftragte Volker Türk am Freitag mit Blick auf die Zusammenstöße zwischen dem Militär und der Rebellengruppe Arakan Army (AA) sowie die Spannungen zwischen den Rohingya und den ethnischen Rakhine-Gemeinschaften.

Staaten, die einen Einfluss auf das Militär und die bewaffneten Gruppen haben, müssten jetzt handeln, um die Zivilisten zu schützen und "eine weitere Episode der schrecklichen Verfolgung der Rohingya zu verhindern", sagte Türk weiter. 

Seit einem Angriff der Arakan-Rebellen auf die Sicherheitskräfte im November kommt es im Rakhine-Staat wieder vermehrt zu Unruhen. Der Bundesstaat sei "erneut zu einem Schlachtfeld geworden", erklärte Türk. Die Zivilbevölkerung zahle einen hohen Preis, wobei die Rohingya besonders gefährdet seien. Türks Angaben zufolge sind 15 der 17 Gemeinden von Kämpfen betroffen. Es habe hunderte Tote und Verletzte gegeben und 300.000 Menschen seien vertrieben worden. 

Während die Rohingya 2017 von einer einzigen Gruppe angegriffen wurden, werde die Minderheit heute von zwei verschiedenen bewaffneten Gruppen bedroht. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Rohingya erneut zur Zielscheibe werden", betonte Türk.     

Mehr als eine Million Rohingya waren 2017 aus Myanmars Rakhine-Staat ins benachbarte Bangladesch geflüchtet, nachdem das Militär gewaltsam gegen die überwiegend muslimische Minderheit vorgegangen war. Tausende der dort in überfüllten Flüchtlingslagern lebenden Rohingya riskieren immer noch jedes Jahr ihr Leben, indem sie versuchen, über das Meer nach Malaysia oder Indonesien zu flüchten.   

Das Militär hatte im Februar 2021 die Macht in Myanmar an sich gerissen und die mit großer Mehrheit gewählte demokratische Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt. Die bewaffneten Rebellengruppen sind eine der größten Herausforderungen für die Junta.  

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