Politik

Offenbar niedrige Beteiligung bei Wahlen im Iran - Agentur: "Mehr als 40 Prozent"

  • AFP - 2. März 2024, 04:07 Uhr
Bild vergrößern: Offenbar niedrige Beteiligung bei Wahlen im Iran - Agentur: Mehr als 40 Prozent
Wahlplakate im Iran
Bild: AFP

Bei der Parlamentswahl im Iran hat sich wie erwartet eine niedrige Wahlbeteiligung abgezeichnet. Die iranische Nachrichtenagentur Fars sprach von einer Wahlbeteiligung von 'mehr als 40 Prozent'.

Bei der Parlamentswahl im Iran hat sich wie erwartet eine niedrige Wahlbeteiligung abgezeichnet. Die iranische Nachrichtenagentur Fars sprach in der Nacht auf Samstag von einer Wahlbeteiligung von "mehr als 40 Prozent". Rund 25 Millionen Menschen hätten bei der Wahl eines neuen Parlaments und des aus Geistlichen bestehenden sogenannten Expertenrats ihre Stimme abgegeben. Mehr als 61 Millionen der insgesamt 85 Millionen Einwohner des Iran waren zur Stimmabgabe aufgerufen.

Die Öffnungszeiten der Wahllokale wurden im Verlauf des Tages mehrfach verlängert, wie die amtliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Die Wahllokale schlossen schließlich um Mitternacht Ortszeit. Bei der vorangegangenen Parlamentswahl im Jahr 2020 hatte die Wahlbeteiligung bei 42,57 Prozent gelegen. Es war die niedrigste Beteiligung seit der Islamischen Revolution im Jahr 1979.

Bei der diesjährigen Wahl wurde erwartet, dass der Urnengang die Macht der regierenden Konservativen im Parlament festigt, die derzeit 239 der 290 Sitze innehaben. Reformorientierte Kräfte können nur auf wenige Mandate hoffen, da ein Großteil ihrer Kandidaten nicht zur Wahl zugelassen wurde. 

Als erster gab am Freitag der politische und religiöse Führer Ajatollah Ali Chamenei seine Stimme ab. Während im Exil lebende Oppositionelle zum Boykott aufriefen, forderte Chamenei persönlich zur Teilnahme an der Abstimmung auf.

Es waren die ersten Wahlen im Iran seit den Demonstrationen infolge des Todes der 22-jährigen Kurdin Mahsa Amini im Polizeigewahrsam im September 2022. Die Sicherheitskräfte waren bei den monatelangen Protesten unter dem Motto "Frauen, Leben, Freiheit" massiv gegen die Demonstranten vorgegangen. Mehrere hundert Menschen wurden getötet, tausende verhaftet.

Weitere Meldungen

Deutschland liefert bedrängter Ukraine in Kürze drittes Patriot-Luftabwehrsystem

Deutschland wird der Ukraine in Kürze ein drittes Patriot-Luftabwehrsystem liefern. Wie das Bundesverteidigungsministerium am Samstag mitteilte, fiel die Entscheidung dazu

Mehr
Ministerpräsidentin Schwesig als SPD-Chefin in Mecklenburg-Vorpommern bestätigt

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist erneut zur Landesvorsitzenden der SPD gewählt worden. Auf einem Parteitag in Göhren-Lebbin erhielt die 49-Jährige

Mehr
Deutschland liefert Ukraine weiteres Patriot-Luftabwehrsystem

Deutschland wird der Ukraine ein weiteres Patriot-Luftabwehrsystem liefern. Wie das Bundesverteidigungsministerium am Samstag mitteilte, fiel die Entscheidung dazu "aufgrund der

Mehr

Top Meldungen

Handelsexperte misstraut Galeria-Investoren

Essen (dts Nachrichtenagentur) - Der Handelsexperte Carsten Kortum zweifelt an der Ankündigung der neuen Galeria-Kaufhof-Investoren, einen Großteil der Warenhäuser erhalten zu

Mehr
Streit um Mieterschutz schwelt weiter

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD wirft der FDP beim Mieterschutz eine Missachtung des gemeinsamen Koalitionsvertrags vor. "Dass die FDP sich im Mietrecht derzeit nicht an

Mehr
Handwerkspräsident sieht grundsätzliche Differenzen mit Scholz

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Handwerkspräsident Jörg Dittrich sieht nach einem Gespräch der Spitzenverbände der Wirtschaft mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) weiter

Mehr