Ab Mittwoch, den 10. Januar 2024 ruft die Bahngewerkschaft GDL zu einem fast dreitätigen Bahnstreik auf. Bis Freitagabend werden also wieder viele Züge im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn ausfallen. Wer nicht am Gleis auf die wenigen fahrenden Züge warten will, findet in Fernbus, Mitfahrzentrale und Mietwagen funktionierende Alternativen. Eine Übersicht.
Fernbus: Noch vor wenigen Jahren war es innerhalb von Deutschland problemlos möglich, günstig und oft auch halbwegs flott zwischen vielen Orten per Fernbus zu reisen. Mittlerweile ist das Verbindungsnetz allerdings sehr grobmaschig geworden. Einige wenige Anbieter wie Flixbus oder BlaBlaCar Bus bieten weiterhin Linien zwischen Metropolregionen an. Wer Glück hat, findet vielleicht eine passende Busverbindung für seine geplante Bahnreise.
Mitfahrgelegenheit: Wer über das Fernbus-Angebot keine passende Verbindung findet, kann alternativ nach einer Mitfahrgelegenheit suchen. Zu den großen Vermittlungsplattformen gehören ,,Mitfahrzentrale.de" und ,,Blablacar". Ebenfalls fündig werden kann man auf Kleinanzeigen.de oder über private Social-Media-Kanäle. Die Kosten sind in der Regel überschaubar, viele private Anbieter interessiert vor allem Gesellschaft und ein Beitrag zu den Spritkosten. Wer als Mitfahrer wählerisch ist, kann bei den Portalen auch die Anbieter filtern - etwa nach Geschlecht oder Nikotinkonsum. Speziell für Berufspendler gibt es mit dem ADAC-Pendlernetz noch eine digitale Fahrgemeinschafts-Community, die eine einfache Suche nach passenden Mitfahrgelegenheiten per App erlaubt.
Mietwagen: Die Autoverleiher haben ihre Flotten angesichts des Bahnstreiks bereits aufgestockt. Trotzdem empfiehlt sich eine Reservierung per Telefon oder Internet. Wer unangemeldet am Schalter erscheint, kann vor allem in Bahnhofsnähe Pech haben. Über Vergleichsportale wie Check24 findet sich eine besonders große Auswahl an Vermietern und Mietfahrzeugen. Allerdings werden auch hier für kurzfristige Buchungen während Bahnstreiks deutlich erhöhte Preise aufgerufen. Schnäppchen darf man in den kommenden Tagen also nicht erwarten.
Carsharing: Auch das Teilzeitauto eignet sich als Bahnalternative - vor allem aber für kürzere Strecken. Anders als etwa Mietwagen können die Fahrzeuge in der Regel nicht am Zielort zurückgegeben, sondern müssen wieder am Start abgestellt werden. Dadurch entstehen bei längerer Nutzung hohe Kosten. Auch für Carsharing-Angebote gibt es Übersichtsportale. Weil in den meisten Städten aber höchstens einer der Anbieter vertreten ist, dürften in der Regel deren Webseiten und Portale der bessere Anlaufpunkt sein.
Flüge: Eine in Hinblick auf die Reisedauer besonders flotte Alternative zur Bahn ist das Flugzeug. Vor allem bei kurzfristigen Buchungen dürfte diese Möglichkeit für viele Verbindungen allerdings ebenfalls teuer sein. Bedacht werden muss dabei auch, dass es am Zielort Einschränkungen beim Bahnverkehr geben könnte. Wer etwa vom Münchner Flughafen in die Innenstadt will, sollte Zeit und das nötige Taxi-Kleingeld mitbringen.
Motor
Bahnstreik - Diese Alternativen zur Schiene gibt es
- Mario Hommen/SP-X - 9. Januar 2024, 16:05 Uhr
Nur weil die Bahn nicht fährt, kann nicht jeder seine geplante Reise einfach verschieben. Gut, dass es Ausweich-Verkehrsmittel gibt.
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