Zu viele SUVs, zu wenig Kleinwagen - der Hochlauf der E-Mobilität wird durch ein unpassendes Modellangebot ausgebremst. Der Fokus auf große und leistungsstarke Modelle treibt den Preis in die Höhe: Im Schnitt gaben E-Autokäufer im laufenden Jahr 52.693 Euro aus, wie das Center of Automotive Management (CAM) ermittelt hat - 4.023 Euro mehr als im Vorjahr. Allerdings sind die Fahrzeuge im Schnitt auch leistungsfähiger geworden: Die mittlere Reichweite aller in Deutschland verkauften E-Pkw legte auf 423 Kilometer zu, die Ladegeschwindigkeit auf 133 kW.
Unter den E-Autos ist der SUV-Anteil besonders hoch. Während sie im Gesamtmarkt 41 Prozent aller Neuzulassungen stellen, machen sie 53 Prozent aller Stromer aus. Die Kompaktklasse kommt lediglich auf einen Anteil von 14 Prozent, Kleinwagen auf 7 Prozent. Die Kleinstwagenquote sank im Vergleich mit dem Vorjahr von 16 auf 11 Prozent. Grund für die Entwicklung ist vor allem das wachsende Modellangebot in den SUV-Klassen, während die Zahl der verfügbaren Klein- und Kleinstwagen sinkt. Waren 2022 noch 14 Modelle in diesem Segment zu haben, sind es nun nur noch 12. Die Auswahl bei den SUV ist im gleichen Zeitraum von 31 auf 48 gewachsen.
Das Angebot in den kleinen Klassen wird nach Einschätzung des CAM auch 2024 mangelhaft bleiben. Erst ab 2025 sei mit einem verstärkten Angebot kostengünstiger und ausreichend wettbewerbsfähiger E-Autos zu rechnen - darunter Renault Twingo und VW ID.2. Für 2024 prognostizieren die Experten zirka 600.000 BEV-Neuzulassungen (plus 15 Prozent), während im Folgejahr 2025 von etwa 750.000 Einheiten (plus 25 Prozent) ausgegangen wird.















