Wirtschaft

Elektro-Umstieg erfordert Weiterbildung

  • Lars Wallerang - 14. Januar 2020, 11:11 Uhr
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mid Groß-Gerau - Autohersteller wie die spanische VW-Tochter Seat arbeiten intensiv am Ausbau der Elektromobilität. Seat

In der Diskussion über den Umstieg auf Elektromobilität plädiert der Autoindustrieverband VDA für Weiterbildung und Qualifizierung. Dies könne negative Arbeitsmarkteffekte abmildern.


In der Diskussion über den Umstieg auf Elektromobilität plädiert der Autoindustrieverband VDA für Weiterbildung und Qualifizierung. Dies könne negative Arbeitsmarkteffekte abmildern. "Qualifizierung und Weiterbildung sind für den erfolgreichen Transformationsprozess von zentraler Bedeutung", sagte VDA-Geschäftsführer Dr. Kurt-Christian Scheel. Vor diesem Hintergrund sei zu prüfen, ob die Instrumente des Qualifizierungschancengesetzes und des Kurzarbeitergeldes angepasst werden müssen.

Der VDA stellt sich dabei den düsteren Prognosen des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) entgegen: Die Beschäftigungsperspektiven der IAB-Studie im NPM-Zwischenbericht würden in einem Extremszenario auf Basis eines Top-Down-Ansatzes und älterer Daten zur Importquote von einem unrealistischen Ansatz ausgehen, wonach bis zum Jahr 2030 410.000 Stellen in der gesamten Volkswirtschaft wegfallen könnten. Doch bereits heute gebe es, so Scheel, mehrere Produktionsstandorte für Elektroautos in Deutschland, weitere nehmen die Fertigung in Kürze auf.

Ähnliches gelte für Batteriestandorte im Inland. "Unsere Hersteller werden bis 2023 ihr Angebot bei elektrifizierten Fahrzeugen auf über 150 E-Modelle verdreifachen. In alternative Antriebe und dabei vor allem in die Elektromobilität investieren die deutschen Hersteller und Zulieferer bis 2024 rund 50 Mrd. Euro", betont der VDA-Geschäftsführer.

Für realistischer hält der VDA die ebenfalls im Zwischenbericht erwähnte ELAB-Studie, die auf Basis eines sogenannten "Bottom-Up-Ansatzes" die Aussage enthält, dass der Umstieg von Verbrenner- auf Elektroautos im Bereich des Antriebsstrangs mit einem Abbau von 79.000 bis 88.000 Stellen im Jahr 2030 verbunden sein könnte.

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