Wirtschaft

Börsen begeistert von der Aussicht auf baldige Einigung zwischen USA und China

  • AFP - 13. Dezember 2019, 14:44 Uhr
Bild vergrößern: Börsen begeistert von der Aussicht auf baldige Einigung zwischen USA und China
Die Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping im Juni in Japan
Bild: AFP

Die Chance auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Aktienkurse weltweit steigen lassen. An der Wall Street, in Asien und in Europa legten die Kurse kräftig zu.

Die Chance auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Aktienkurse weltweit steigen lassen. An der Wall Street, in Asien und in Europa legten die Kurse kräftig zu. US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag die Hoffnung auf eine schnelle Einigung geweckt. Die Regierung in Peking äußerte sich am Freitag aber zunächst zurückhaltend.

Trump schrieb auf Twitter, ein "großer Deal" komme "sehr nahe". "Sie wollen es, und wir wollen es auch!" Die Ankündigung erfolgte kurz vor Ablauf einer Frist am Sonntag, zu der die USA Strafzölle auf eine Vielzahl elektronischer Produkte aus China erheben wollen. 

Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sagte am Freitag lediglich, jegliche Übereinkunft mit den USA müsse beiden Seiten Vorteile bringen. Außenminister Wang Yi kritisierte gleichzeitig bei einer Veranstaltung in Peking, die USA würden China in einer Reihe von Bereichen "unterdrücken". Washington habe das Fundament des Vertrauens zwischen beiden Staaten "ernsthaft beschädigt". 

Die USA liefern sich mit China seit nunmehr rund 20 Monaten einen erbitterten Handelsstreit, der auch die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zieht. Trump wirft China unfaire Handelspraktiken zulasten von US-Unternehmen und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Er setzte deshalb eine Strafzollspirale in Gang, die inzwischen einen großen Teil aller Importe aus China in die USA betrifft. 

Peking reagierte mit Gegenzöllen. Auch die US-Kritik an Chinas Umgang mit der Demokratiebewegung in Hongkong sowie der muslimischen Minderheit der Uiguren hat Peking zuletzt verärgert.

Laut "Wall Street Journal" vom Donnerstag boten die USA nun aber an, auf die geplanten neuen Strafzölle von zehn Prozent auf chinesische Importe im Wert von 160 Milliarden Dollar (145 Milliarden Euro) zu verzichten. Außerdem könnten demnach bereits bestehende Zölle auf Importe im Wert von 360 Milliarden Dollar um bis zu 50 Prozent gekürzt werden. 

US-Regierungsvertreter hatten in den vergangenen Wochen mehrfach angedeutet, dass ein Abkommen mit China nicht alle Streitpunkte auf einmal umfassen müsse, sondern Washington sich zunächst mit einem "Phase-eins-Deal" zufrieden geben könnte. 

Aufgrund der Berichte legten die Kurse in Hongkong und Shanghai am Freitag kräftig zu. Auch die Börsen in Tokio und Seoul schlossen im Plus. In Europa trugen die Aussichten auf eine Einigung zwischen den USA und China zur guten Kursentwicklung bei. Hier reagierten die Börsen vor allem auf das klare Wahlergebnis in Großbritannien und die Aussicht auf ein Ende der Unsicherheit rund um den Brexit. 

Weitere Meldungen

Bahn meldet höhere Pünktlichkeit von Fernzügen

Die Deutsche Bahn meldet eine höhere Pünktlichkeit von Fernzügen. Die Düsseldorfer "Wirtschaftswoche" berief sich am Samstag auf ein diesbezügliches Schreiben von Bahn-Vorstand

Mehr
Bundesregierung zweifelt offenbar an Rechtmäßigkeit von Negativzinsen

Die Bundesregierung zweifelt offenbar an der Rechtmäßigkeit sogenannter Negativzinsen. Das berichtete die "Passauer Neue Presse" am Samstag unter Berufung auf eine von

Mehr
Großdemonstration in Berlin für Klimaschutz und Agrarwende

Zum Auftakt der Großkundgebung "Wir haben es satt" sind am Samstagvormittag zahlreiche Landwirte mit Treckern durch die Berliner Innenstadt gerollt. Sie hatten sich am frühen

Mehr

Top Meldungen

Escada-Chefin verlässt das Unternehmen

München - Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Luxus-Damenmodemarke Escada, Iris Epple-Righi, hat das Unternehmen verlassen. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens der

Mehr
Umfrage: Jeder Dritte kann sich Leben ohne Bargeld vorstellen

Berlin - Jeder dritte Verbraucher in Deutschland kann sich ein Leben ohne Bargeld vorstellen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts Innofact hervor, über die T-online

Mehr
CSU-Finanzexperte erwartet Spirale von Strafzinsen

Berlin - CSU-Finanzpolitiker Hans Michelbach rechnet mit einem weiteren Anwachsen der Welle von Strafzinsen in der deutschen Bankenlandschaft. "Die Spirale wird sich weiter

Mehr