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Tachodaten automatisch herunterladen

  • Redaktion - 25. September 2019
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@ Tama66 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Zur effizienten Steuerung, Leitung und Kontrolle der Fahrzeuge braucht der Flottenmanager eines unternehmerischen Fuhrparks alle Daten, die in einem normalen Fahrtenschreiber – auch Tachograph genannt – erfasst werden. Dazu gehört neben dem aktuellen Standort des Fahrzeugs auch seine Geschwindigkeit, die gefahrenen Kilometer, aber auch die Bereitschafts-, Lenk- und Ruhezeiten des Fahrers.

Laut der EU-Verordnung Nr. 561/2006 müssen seit Mai 2006 alle neu zugelassenen Fahrzeuge ab einer Gesamtmasse von 2,8 Tonnen über einen GPS-kontrollierten Tachographen verfügen, der sämtliche relevanten Daten lückenlos erfasst. Durch diese EU-Verordnung wurden Unternehmen und Fahrern weitreichende Pflichten bezüglich des Umgangs und der Abspeicherung auferlegt, um den Behörden ein gesetzeskonformes Fahren nachweisen zu können.

Nach der EU-Verordnung 165/2014 muss seit Juni 2019 ein intelligenter Tachograph in gewerblichen Neufahrzeugen verbaut werden. Neben der weiteren Verbesserung der Straßensicherheit soll sowohl die Kommunikation als auch die Datenübertragung optimiert werden. Es gilt, Manipulationen am System zusätzlich zu erschweren und die Zeiten, die ein Fahrzeug in der Werkstatt verbringt, zu verkürzen.

Smarter Tachograph Pflicht für Neuzulassungen

Grundsätzlich unterscheidet sich der smarte Tachograph von einem digitalen Tachographen nur in der technischen Methodik und zusätzlichen Angeboten, die Art der zu erhebenden Daten über Fahrzeug und Fahrer bleibt gleich. Der GPS-kontrollierte digitale Tachographen gehören zum heutigen Standard und dokumentieren lückenlos sämtliche Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer. Gesetzlich geforderte Nachweise stehen zeitnah zur Verfügung.

Der smarte Tachograph kann noch mehr. Er ist an ein Satelliten-Navigationssystem angebunden, sodass er direkt prüfen kann, ob die Sensoren des digitalen Tachographen die richtigen Werte ermittelt hat. Über eine weitere Schnittstelle kann die Kommunikation mit smarten Verkehrssystemen durchgeführt werden, was allen am Verkehr Beteiligten zugutekommt. Insgesamt werden alle beteiligten Parteien mit einer Chipkarte ausgestattet – neben dem Unternehmen selbst und dem Fahrer erhält auch die Werkstatt eine eigene Karte. Selbst die Behörden erhalten eine Chipkarte, damit sie im Fall einer Prüfung Zugriff auf die Daten des Tachographen haben.

Automatisiertes Auslesen von Massendaten

Die Tachographen sammeln kontinuierlich die Daten des Fahrers und beobachten das Fahrverhalten des Fahrers. Anhand dieser Daten kann im Nachhinein herausgefunden werden, ob die Fahrer die gesetzlichen Bereitschafts-, Lenk- und Ruhezeiten eingehalten hat oder ob es zu Auffälligkeiten ge­kommen ist. Die Fahrerwerte spielen für die Behörden eine besonders große Rolle, da das Unfallrisi­ko bei übermüdeten oder überlasteten Fahrern maßgeblich ansteigt und andere Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Es ist vorgeschrieben, dass die Daten des Unternehmens spätestens 365 Tage ausgelesen werden müssen. Bei einer Fahrerkarte ist der Zeitraum mit insgesamt 28 Tagen wesentlich geringer, um ein Überschreiben der aufgezeichneten Daten zu vermeiden. Doch das automatische Auslesen solcher riesigen Datenmengen und ihre sichere Speicherung war lange nicht möglich. Das Auslesen musste manuell erfolgen, ein Vorgang, der sehr zeitintensiv und fehleranfällig war. Nun gibt es ein Tacho Software Download, mit dessen Hilfe der Download der riesigen Datenmengen auch vom smarten Tachographen automatisiert erfolgen kann, was für mehr Sicherheit und weniger Fehler sorgt. Doch es geht nicht allein um das Auslesen der Daten, auch unterwegs können Kontrollen gemacht werden, beispielsweise ob der Fahrer seine Lenk- und Ruhezeiten tatsächlich einhält. Dies ist besonders wichtig, um einen Verstoß gegen die EU-Verordnung 561/2006 oder AETR zu vermeiden.

Aus den gesammelten Daten können wertvolle Statistiken erstellt werden, mit denen es den Fuhrparkmanagern möglich ist, die Fahrer optimal einzusetzen. Gleichzeitig werden die ausgelesenen Daten gleich in ein gesetzeskonform gestaltetes Datenarchiv gelegt, um die Archivierungspflicht zu erfüllen.

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