Technologie

Vorsitzender von Samsung verstorben

  • AFP - 25. Oktober 2020, 03:13 Uhr
Bild vergrößern: Vorsitzender von Samsung verstorben
Der verstorbene Samsung-Vorsitzende Lee Kun Hee
Bild: AFP

Der Vorsitzende des Samsung-Konzerns, Lee Kun Hee, ist im Alter von 78 Jahren verstorben. Seit einem Herzanfall 2014 hatte er das Unternehmen de facto nicht mehr geleitet, dies tat sein Sohn.

Der Vorsitzende des Samsung-Konzerns, Lee Kun Hee, ist tot. Nach Angaben das südkoreanischen Unternehmens verstarb Lee am Sonntag im Alter von 78 Jahren. In seinen letzten Momenten sei seine Familie an seiner Seite gewesen. Der Konzern würdigte Lee als "wahren Visionär", dessen Erbe "für immer fortdauern" werde.

Lee hatte Samsung über die Jahre zu einem der weltweit führenden Konzerne für Technologieprodukte, darunter Handys, fortentwickelt. Im Jahr 2014 erlitt er jedoch eine Herzattacke und hatte seither gesundheitliche Probleme. Sein Sohn Lee Jae Yong übernahm deshalb in der Praxis die Leitung der Geschäfte und wurde de facto zum Konzernchef. 

Der Samsung-Erbe steckt allerdings in erheblichen juristischen Schwierigkeiten. Lee Jae Yong wurde im Zuge eines Bestechungs- und Veruntreuungsskandals im Jahr 2017 zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt. Nach einer Berufung kam er jedoch im Jahr darauf frei. Das Oberste Gericht von Südkorea ordnete später einen neuen Prozess gegen den Samsung-Erben wegen dieses Skandals an, der noch nicht abgeschlossen ist. 

Der Fall steht im Zusammenhang mit einem weitverzweigten südkoreanischen Korruptionsskandal, der 2017 zum Sturz der früheren Präsidentin Park Geun Hye geführt hatte. 

Weitere Meldungen

Kreise: Keine Einigung zwischen US-Regierung und Tiktok

Die US-Regierung und die Videoplattform Tiktok haben sich am Freitagabend wenige Stunden vor dem Ablauf einer Frist nicht über die Zukunft der App in den USA einigen können. Wie

Mehr
Cloud-Spezialist Salesforce kauft Kommunikationsdienst Slack für fast 28 Milliarden Dollar

Der Cloud-Anbieter Salesforce setzt auf den weltweiten Trend zum Homeoffice und kauft für fast 28 Milliarden Dollar den Kommunikationsdienst Slack. Es ist der größte Zukauf in der

Mehr
Slack vor milliardenschwerer Übernahme durch Software-Riesen Salesforce

Der Kommunikationsdienst Slack steht vor der Übernahme durch den Software-Riesen Salesforce: Salesforce werde 27,7 Milliarden Dollar (knapp 23 Milliarden Euro) für die Übernahme

Mehr

Top Meldungen

Bund: Novemberhilfen für Unternehmen nicht vor Januar ausgezahlt

Berlin - Die Auszahlung der staatlichen Überbrückungshilfen an die Wirtschaft verzögern sich bis in den Januar 2021. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine

Mehr
Grüne und Naturschützer legen Konflikt um Windkraft bei

Berlin - Nach jahrelangen Konflikten zwischen Naturschutz und Energiewende haben sich die Grünen und der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf eine gemeinsame Position zur

Mehr
DB Cargo setzt auf Übernacht-Expresszüge

Mainz - DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta will die Güterverkehrssparte der Deutschen Bahn zum wichtigsten Bahnlogistik-Unternehmen in Europa machen. "Der Kunde braucht künftig nur

Mehr