Papst Leo XIV. ist zu einem elftägigen Besuch in drei südamerikanischen Ländern aufgebrochen. Das Flugzeug des katholischen Kirchenoberhaupts hob am Freitagmorgen in Rom ab, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP, der den Papst bei seiner Reise begleitet, berichtete.
Der 71-Jährige begibt sich rund drei Wochen nach seiner Lungenkrebsoperation auf eine der aufwendigsten Papst-Reisen seit Jahrzehnten. Erste Station ist Uruguay. In Montevideo wird Leo XIV. von Präsident Yamandú Orsi empfangen. In der Kathedrale der uruguayischen Hauptstadt feiert der Papst anschließend ein Abendgebet mit Bischöfen, Priestern und Ordensleuten.
Am Sonntag reist der Papst nach Argentinien weiter. Von Mittwochabend bis Montag besucht er schließlich Peru, seine frühere Wahlheimat, in der er rund zwei Jahrzehnte lang als Missionar und Bischof tätig war.
Für Uruguay und Argentinien ist es der erste Papstbesuch seit fast 40 Jahren. Johannes Paul II. war 1987 nach Argentinien gereist und hatte ein Jahr später Uruguay besucht. Papst Franziskus wurde 2018 in Peru empfangen. Auf einen Besuch in seiner Heimat hatte der 2025 verstorbene Vorgänger von Leo XIV. zur Enttäuschung der Gläubigen in Argentinien während seines Pontifikats dagegen verzichtet.
Leo XIV. war Mitte Oktober wegen eines bösartigen Tumors an der Lunge operiert worden. Trotz des Eingriffs hielt der 71-Jährige an seinen Reiseplänen fest. Während der Südamerika-Visite wird der Papst zwölf Flugreisen und zwei Hubschrauberflüge absolvieren. Mehr als 50 Veranstaltungen sind geplant, darunter Freiluftmessen, Treffen mit Indigenen im Amazonasgebiet und Begegnungen mit älteren Menschen, Armen und Opfern von sexuellem Missbrauch durch Kirchenvertreter.
Politik
Papst zu elftägiger Südamerika-Reise aufgebrochen
- AFP - 6. November 2026, 07:43 Uhr
Papst Leo XIV. bricht am Freitag zu einem elftägigen Besuch in drei südamerikanischen Ländern auf. Zum Auftakt seiner bislang längsten Auslandsreise wird das Oberhaupt der Katholiken in Uruguay erwartet.
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