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Student in Trier auf offener Straße getötet: 22-Jähriger soll in Psychiatrie

  • AFP - 3. November 2026, 12:50 Uhr
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Relief von Justitia an einem Gericht
Bild: AFP

Wegen der Tötung eines Studenten auf offener Straße in Trier soll ein 22-Jähriger dauerhaft in die Psychiatrie. Laut Staatsanwaltschaft war der Mann zum Tatzeitpunkt wegen einer psychischen Erkrankung wahrscheinlich schuldunfähig.

Wegen der Tötung eines Studenten auf offener Straße im rheinland-pfälzischen Trier soll ein 22-Jähriger dauerhaft in die Psychiatrie. Die Staatsanwaltschaft in Trier stellte nach Angaben vom Dienstag eine entsprechende Antragsschrift in dem Sicherungsverfahren. Es sei wahrscheinlich, dass der Mann zum Tatzeitpunkt wegen einer psychischen Erkrankung schuldunfähig war.  

Laut eines vorläufigen Gutachtens habe der 22-Jährige zum Tatzeitpunkt an wahnhafter Realitätsverkennung und Verfolgungsängsten gelitten. Deswegen sei er nicht in der Lage gewesen, sein Verhalten zu steuern.

Der 22-Jährige soll den gleichaltrigen Studenten nicht gekannt haben und ihm im Juli zufällig auf einer Straße begegnet sein. Obwohl der Student ihm keinen Anlass dazu gegeben habe, soll der 22-Jährige ihn unvermittelt angegriffen haben. Er habe ihn vom Gehweg auf die Straße gestoßen und mit einem Messer auf ihn eingestochen. Einer der Stiche traf ihn ins Herz. 

Daraufhin brach der Student zusammen, er erlag seinen Verletzungen wenig später in einem Krankenhaus. Der 22-Jährige wurde kurz darauf nahe des Tatorts festgenommen. Weil er laut Gutachten wegen seiner psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war, kann keine Anklage gegen ihn erhoben werden. Die Staatsanwaltschaft stellte in dem Sicherungsverfahren daher den Antrag, den 22-Jährigen dauerhaft in einer forensischen Psychiatrie unterzubringen. Sie geht von einem Totschlag aus.

Über den Antrag muss das Landgericht Trier entscheiden. Der 22-Jährige ist einstweilig in einer geschlossenen forensischen Psychiatrie untergebracht. 

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