Wirtschaft

Teures Kerosin: Lufthansa kündigt Preiserhöhungen im kommenden Jahr an

  • AFP - 3. November 2026, 13:15 Uhr
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Wegen der hohen Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs muss die Lufthansa in diesem Jahr zwei Milliarden Euro mehr für Treibstoff ausgeben als im Vorjahr. Die Geschäfte liefen für den Konzern dennoch gut.

Die Tickets bei der Lufthansa werden wegen der hohen Treibstoffpreise im kommenden Jahr teurer: Die Ticketpreise würden "zweistellig steigen", kündigte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Dienstag bei der Vorlage der Quartalszahlen an - also im zweistelligen Prozentbereich. Lufthansa musste in diesem Jahr zwei Milliarden Euro mehr für Kerosin ausgeben als im Vorjahr und rechnet mit nochmal höheren Treibstoffkosten im kommenden Jahr.

Wirtschaftlich sei 2026 ein "besonders anspruchsvolles Jahr", sagte Spohr weiter - die Nachfrage nach Flugreisen dagegen sei trotz Konflikten und Unsicherheiten weiter gestiegen. "Die Lage, in der wir uns global befinden, hätte in früheren Jahren eher zu Geschäftseinbrüchen und Branchenkrisen geführt, aber es hat sich grundlegend verändert." Trotz des Iran-Kriegs war das Sommerquartal für die Lufthansa demnach das umsatzstärkste in der ganzen Unternehmensgeschichte und beim Gewinn "eins der besten drei Quartale, die wir je hatten".

Der Umsatz von Juli bis September stieg um neun Prozent im Vorjahresvergleich auf 12,2 Milliarden Euro, der Gewinn wuchs um 30 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Besonders stark war die Nachfrage laut Lufthansa bei Premium-Tickets nach Asien und Nordamerika. Zudem habe der Boom bei der Errichtung von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz die Geschäfte der Frachttochter Cargo "deutlich beflügelt", sagte Spohr. Zum Lufthansa-Konzern gehören neben der Kernmarke weitere Gesellschaften wie Swiss, Brussels und Eurowings.

Die Kerosinkosten für das laufende Jahr dürften laut Konzern 9,3 Milliarden Euro betragen. Finanzvorstand Till Streichert sagte, Lufthansa erwarte, dass die Treibstoffrechnung im kommenden Jahr über dem Niveau von 2026 liegen wird. "Das kann sich natürlich auch noch und hoffentlich zum Positiven ändern, wenn die geopolitische Situation sich entspannt", fügte er hinzu.

Die Gewinnerwartung für das Gesamtjahr reduzierte die Lufthansa leicht von bislang 1,7 bis 2,2 Milliarden auf 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro.

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