In Israel haben hunderte Menschen nach der Parlamentswahl eine Zusammenarbeit der Opposition mit arabischen Parteien gefordert, um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von der Macht zu verdrängen. In Tel Aviv gingen die Demonstranten am Samstagabend mit Plakaten mit Aufschriften wie "Araber und Juden werden nur zusammen gewinnen" und "Es gibt eine Mehrheit für den Wandel" auf die Straße.
"Es ist die letzte Chance für einen echten Wandel", sagte die Demonstrantin Ayelet Raz. Sie betonte, der arabische Bevölkerungsteil habe ein Anrecht auf politische Teilhabe. "Wir müssen dem Frieden eine Chance geben. Sonst wird dieses Blutvergießen nie aufhören."
Auch in Jerusalem forderten Demonstranten eine Zusammenarbeit des Oppositionsbündnisses des Mitte-Rechts-Kandidaten Gadi Eisenkot mit den arabischen Parteien. "Wirklich, warum nicht - oder sind wir Rassisten?" stand auf einem Plakat.
Nach der Parlamentswahl vom Dienstag steht Israel vor einer schwierigen Regierungsbildung. Der rechtsreligiöse Block von Ministerpräsident Netanjahu errang nach Auszählung aller Stimmen 53 Sitze, Eisenkots Oppositionsbündnis kam auf 48 Sitze. Für eine Mehrheit im israelischen Einkammerparlament mit seinen insgesamt 120 Abgeordneten sind 61 Sitze nötig.
Zum Königsmacher könnten nun die israelisch-arabischen Parteien werden: Sie sicherten sich zusammen 19 Sitze - so viele wie noch nie. Die beiden überwiegend arabischen Listen Raam und Vereinigte Liste schnitten damit deutlich besser ab als erwartet und könnten zum Königsmacher werden.
Ein Bündnis von Eisenkots Block mit den israelisch-arabischen Parteien käme auf 67 Abgeordnete. Allerdings gibt in einigen Parteien im Oppositionsblock Widerstände gegen eine Zusammenarbeit mit den arabischen Parteien - und auch diese haben unterschiedliche Auffassungen über Möglichkeiten der Kooperation.
Politik
Demonstranten in Israel fordern Zusammenarbeit von Opposition mit arabischen Parteien
- AFP - 31. Oktober 2026, 23:13 Uhr
In Israel haben hunderte Menschen nach der Parlamentswahl eine Zusammenarbeit der Opposition mit arabischen Parteien gefordert, um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von der Macht zu verdrängen.
Weitere Meldungen
Nach den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" hat es in mehreren Städten Zusammenstöße mit der Polizei gegeben. In Frankfurt am Main wurden Beamte laut
MehrIn Berlin können sechs Wochen nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus die Koalitionsverhandlungen von Linken, Grünen und SPD beginnen. Am Samstag stimmte ein Landesparteitag des
MehrBei den bundesweiten Jugendprotesten der Gruppierung "GenZ regelt" sind am Samstag zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen - aber offenbar weniger als von den Organisatoren
MehrTop Meldungen
Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Das Bundeskartellamt sieht die wachsende Rolle von Investoren bei Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) kritisch. "Wir sehen mit Sorge, dass immer
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) musste für knapp 1,4 Millionen Euro Silbermünzen einschmelzen lassen. Das geht aus der Antwort des
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Der frühere Bundesfinanzminister und ehemalige FDP-Chef Christian Lindner schließt eine Rückkehr in die Politik aus. "Keinesfalls. Ich habe
Mehr














