Die schottische Polizei hat Ermittlungen zu einem Aufenthalt des früheren britischen Prinzen Andrew und dem inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein im königlichen Schloss Balmoral eingeleitet. "Wir haben Informationen erhalten und es laufen aktive Ermittlungen", erklärte die schottische Polizei laut Medienberichten vom Freitag. Die Ermittlungen befänden sich aber noch in einem "sehr frühen Stadium".
Hintergrund ist eine Einladung von Andrew an Epstein und dessen frühere Gefährtin Ghislaine Maxwell auf das königliche Anwesen in den schottischen Highlands im Jahr 1999. Laut der britischen Zeitung "Daily Express" besteht der Verdacht, dass illegal Frauen in das Schloss gebracht wurden. Das Schloss war damals die Sommerresidenz von Königin Elizabeth II., der Mutter von Andrew.
Andrew ist wegen seiner früheren Verbindungen zum US-Finanzinvestor und verurteilten Sexualstraftäter Epstein in Ungnade gefallen. König Charles III. entzog seinem Bruder Ende vergangenen Jahres alle Titel und Ehren, nachdem posthum die Memoiren des Epstein-Opfers Virginia Giuffre erschienen waren. Giuffre hatte darin detailliert ihren Vorwurf erneuert, der damalige Prinz Andrew habe Sex mit ihr gehabt, als sie erst 17 Jahre alt war. Ein Rechtsstreit zwischen Giuffre und Andrew war 2022 außergerichtlich beigelegt worden.
Im Februar wurde Andrew Mountbatten-Windsor, wie der frühere Prinz nach dem Entzug seiner Titel heißt, vorübergehend festgenommen. Sein früherer Wohnsitz Royal Lodge und sein neuer Wohnsitz in Sandringham wurden durchsucht.
Später räumte die britische Polizei allerdings ein, dass die von ihr erwirkten Durchsuchungsbefehle illegal waren. Die Ermittlungen, bei denen es um mutmaßlichen Amtsmissbrauch geht, werden aber fortgesetzt. Der 66-jährige Andrew weist alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.
Brennpunkte
Schottische Polizei ermittelt zu Aufenthalt von Andrew und Epstein auf Schloss Balmoral
- AFP - 30. Oktober 2026, 12:38 Uhr
Die schottische Polizei hat Ermittlungen zu einem Aufenthalt des früheren britischen Prinzen Andrew und dem inzwischen verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein im königlichen Schloss Balmoral im Norden Schottlands eingeleitet.
Weitere Meldungen
US-Außenminister Marco Rubio und seine Kollegen aus Südkorea und Japan haben eine "vollständige Denuklearisierung" Nordkoreas gefordert. Rubio, der südkoreanische
MehrNach mehr als drei Jahrzehnten diplomatischer Friedensbemühungen der Vereinten Nationen in Somalia ist die Untmis-Mission am Samstag offiziell zu Ende gegangen. Das
MehrUnmittelbar vor neuen angekündigten Großkundgebungen gegen hohe Lebenshaltungskosten am Samstag in Frankreich gibt es Streit um die Route des zentralen Demonstrationszugs in der
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der frühere Bundesfinanzminister und ehemalige FDP-Chef Christian Lindner schließt eine Rückkehr in die Politik aus. "Keinesfalls. Ich habe
MehrZürich (dts Nachrichtenagentur) - Der Chef des Schweizer Industriekonzerns ABB, Morten Wierod, zweifelt an der Reformfähigkeit Deutschlands und warnt vor einem Verlust von
MehrBerlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach dem Unfall des Kreuzfahrtschiffs "Mein Schiff 3" in Bremerhaven erwartet Tui-Chef Sebastian Ebel keine langfristigen Folgen für das
Mehr














