Rund vier Monate nach einer Bombendrohung gegen einen grenzüberschreitenden Flohmarkt in Konstanz ist ein 16-jähriger Tatverdächtiger ermittelt worden. Der Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen wird mit weiteren, ähnlichen Anrufen im ganzen Bundesgebiet in Verbindung gebracht, wie das Polizeipräsidium Konstanz und die Staatsanwaltschaft Hagen am Montag erklärten.
Ein zunächst Unbekannter hatte im Juni mit einer Bombendrohung gegen den 24-Stunden-Flohmarkt am Bodensee einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Der Anrufer behauptete, dass auf dem Marktgelände mehrere Bomben platziert seien. Er forderte eine hohe fünfstellige Geldsumme und drohte damit, die Bomben andernfalls explodieren zu lassen. Die Polizei räumte daraufhin das Veranstaltungsgelände, fand aber keinen Sprengstoff.
Die Ermittlungen führten die Polizei nun zu einem 16-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen. Dieser stehe in dringendem Verdacht, für die Drohanrufe verantwortlich zu sein und mit weiteren ähnlich gelagerten Anrufen im ganzen Bundesgebiet in Verbindung zu stehen.
Die Polizei warnte, fingierte Notanrufe seien kein Kavaliersdelikt, sondern könnten eine schwerwiegende Straftat darstellen mit entsprechenden Konsequenzen. Je nach Einzelfall drohten empfindliche Geld- oder Freiheitsstrafen. Auch könnten den Verursachern die Kosten des Polizeieinsatzes in Rechnung gestellt werden, die sich auf mehrere tausend bis zehntausend Euro belaufen könnten. Zudem drohten Schadensersatzforderungen wegen Sachschäden oder Verdienstausfällen.
Brennpunkte
Bombendrohung auf Flohmarkt: 16-Jähriger offenbar für weitere Anrufe verantwortlich
- AFP - 26. Oktober 2026, 15:11 Uhr
Nach einer Bombendrohung gegen einen grenzüberschreitenden Flohmarkt in Konstanz ist ein 16-jähriger Tatverdächtiger ermittelt worden. Der Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen wird mit weiteren Anrufen im Bundesgebiet in Verbindung gebracht.
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