Politik

Milliardenklage gegen die BBC: Trump soll unter Eid aussagen

  • AFP - 22. Oktober 2026, 20:04 Uhr
Bild vergrößern: Milliardenklage gegen die BBC: Trump soll unter Eid aussagen
US-Präsident Donald Trump
Bild: AFP

US-Präsident Trump hat die BBC wegen Verleumdung verklagt - nun hat eine Richterin im Bundesstaat Florida Trump eine Frist gesetzt: Er soll bis zum 11. Dezember unter Eid aussagen.

US-Präsident Donald Trump hat die BBC wegen Verleumdung auf eine Entschädigung in Milliardenhöhe verklagt, doch bisher verweigert er eine Aussage unter Eid - nun hat eine Richterin im Bundesstaat Florida Trump dafür eine Frist bis zum 11. Dezember gesetzt.

Die Bundesrichterin Enjolique Lett gab damit am Donnerstag einer Beschwerde der britischen Rundfunkanstalt statt. Die BBC kritisierte, Trump habe einen zuvor vereinbarten Termin für eine Aussage unter Eid am 16. Oktober abgesagt. Die Anwälte des Präsidenten gaben zudem an, wegen seines übervollen Kalenders habe Trump vor Januar keine Zeit. 

Trump hatte die BBC im vergangenen Dezember auf mindestens zehn Milliarden Dollar (rund 8,9 Milliarden Euro) verklagt. Dabei geht es um eine Dokumentation, die der Sender vor der US-Präsidentschaftswahl 2024 ausgestrahlt hatte. In dem Film waren Ausschnitte aus Trumps Rede vom 6. Januar 2021 derart zusammengeschnitten, dass der Eindruck entstand, er habe seine Anhänger direkt zum Sturm auf das Kapitol in Washington aufgerufen, um die offizielle Bestätigung der Wahl seines Nachfolgers Joe Biden zu verhindern.

Der Präsident wirft der Rundfunkanstalt Verleumdung und Verstoß gegen ein Gesetz zu irreführenden und unlauteren Geschäftspraktiken vor. Die BBC hat sich für den Vorfall entschuldigt, mehrere Führungskräfte des Senders traten zurück. 

Der Sender bestreitet aber, Trump tatsächlich einen Schaden zugefügt zu haben und hat deshalb die Abweisung der Klage beantragt. Zudem zweifelt die BBC an, ob das US-Gericht zuständig ist, da ihr Film nie in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt wurde oder per Streaming abrufbar war.

Trump geriet wegen seiner Rolle bei der Erstürmung des Kapitols 2023 ins Visier der US-Justiz. Er wurde wegen Verschwörung zur Behinderung einer offiziellen Amtshandlung sowie zum Betrug an den Vereinigten Staaten angeklagt. Nach Trumps erneutem Wahlsieg im November 2024 sah sich die Justiz dann aber gezwungen, das Strafverfahren einzustellen. Als Präsident genießt Trump eine weitreichende Immunität.

Weitere Meldungen

Zehntausende Studierende fordern bei Demonstration in Wien mehr Geld für Hochschulen

In der österreichischen Hauptstadt Wien sind am Donnerstag zehntausende Studierende gegen das ihrer Meinung nach unzureichende Finanzierung der Hochschulen auf die Straße

Mehr
Kaputte Welt: Pentagon beschädigt Eisenhower-Globus

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wünschte sich für sein Büro einen historischen Globus, wie ihn der frühere Präsident Dwight D. Eisenhower als General während des

Mehr
Frankreich: Widerstandskämpferin Berger-Volle mit 105 Jahren gestorben

Die österreichisch-französische Widerstandskämpferin Mélanie Berger-Volle ist im Alter von 105 Jahren gestorben. Die gebürtige Wienerin, die sich während der deutschen

Mehr

Top Meldungen

DIHK fordert Stromsteuersenkung für alle Betriebe

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian, fordert die Bundesregierung auf, die Stromsteuer für alle

Mehr
Mercedes will Autos künftig modularer fertigen

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) - Der Autokonzern Mercedes-Benz will die nächste Fahrzeug-Generation nach einem neuen Prinzip fertigen. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung

Mehr
Tarifeinigung bei Lufthansa City Airlines

Die Gewerkschaft Verdi hat sich mit der Fluglinie Lufthansa City Airlines auf einen Tarifvertrag zur betrieblichen Altersvorsorge für das Cockpit- und Kabinenpersonal geeinigt.

Mehr