Brennpunkte

UNO verurteilt Gewalt bei Protesten in europäischen Städten

  • AFP - 20. Oktober 2026, 18:21 Uhr
Bild vergrößern: UNO verurteilt Gewalt bei Protesten in europäischen Städten
Auseinandersetzung mit Polizisten in Paris
Bild: AFP

UN-Menschenrechtskommissar Türk hat sich besorgt gezeigt angesichts der jüngsten Gewalt in mehreren europäischen Städten. 'Ich verurteile alle Gewalttaten und rufe alle beteiligten Parteien auf, die Spannungen zu senken', sagte er.

UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat sich besorgt gezeigt angesichts der Gewalt in der Folge von Protesten in mehreren europäischen Städten. "Die großen Demonstrationen in Albanien, Belgien, Frankreich, Italien und Portugal sorgen für Beunruhigung bezüglich der Menschenrechte", erklärte Türk am Dienstag. "Ich verurteile alle Gewalttaten und rufe alle beteiligten Parteien auf, die Spannungen zu senken und jegliche neue Gewalt zu verhindern." 

Der "beste und einzige Weg nach vorne" sei der Dialog, erklärte Türk weiter. Menschen hätten ein Recht auf friedlichen Protest und darauf, dass ihre Stimmen gehört würden. Staaten müssten ihnen diese Rechte ermöglichen.

Der UN-Menschenrechtskommissar kritisierte indes, dass manche die Proteste "ausnutzen" würden, "um Gewalttaten und Vandalismus gegen öffentlichen und privaten Besitz" zu begehen. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, erklärte Türk.

Zugleich äußerte Türk seine Besorgnis angesichts von Berichten über übermäßige Gewaltanwendung der Polizei gegen Demonstranten, darunter auch Kinder. Staaten müssten sicherstellen, dass die Reaktionen der Sicherheitskräfte im Rahmen der Gesetze blieben und notwendig sowie verhältnismäßig seien.

"Vorwürfe von ungesetzlicher Gewaltanwendung müssen schnell, wirksam und unabhängig untersucht werden", forderte Türk. Verantwortliche müssten zu Rechenschaft gezogen und Opfern Rechtsbeistand gewährt werden.

In mehreren europäischen Städten hatte es am Wochenende am Rande von Protesten schwere Ausschreitungen gegeben. Besonders die Krawalle in Frankreich sorgten international für Aufsehen. Dort wurden Gebäude und Autos in Brand gesetzt und tausende Geschäfte geplündert, Randalierer lieferten sich heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Weitere Meldungen

EU legt neue Arktis-Strategie vor

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) - Die EU-Kommission hat am Dienstag eine neue Arktis-Strategie vorgelegt. "Mit unserer neuen Strategie investieren wir in mehr Sicherheit,

Mehr
Nach massiven Ausschreitungen: Neue nächtliche Ausgangssperren in französischen Städten

Nach den landesweiten Gewaltausbrüchen am Wochenende in Frankreich sind die nächtlichen Ausgangssperren in Paris und mehreren anderen Städten verlängert worden. In Paris

Mehr
UNHCR: 250.000 Binnenflüchtlinge im Jemen seit August

Seit dem erneuten Aufflammen der Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 250.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden. Die Zahl beziehe sich

Mehr

Top Meldungen

Linke kritisiert Investitionspläne der Bauministerin

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Linksfraktionschef Sören Pellmann kritisiert die Pläne der Bundesregierung, den staatlichen Deutschlandfonds zur Auslösung privater

Mehr
Bericht: Kaum Spielraum für Senkung der Stromsteuer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die neue Steuerschätzung wird aller Voraussicht nach keinen Spielraum für eine Senkung der Stromsteuer für alle eröffnen. Das berichtet die

Mehr
Post erhöht Briefporto deutlich

Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Post will das Briefporto für Privatkunden zum 1. Januar 2027 deutlich erhöhen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, wird der

Mehr