Wirtschaft

Reiche stellt Zusagen für Milliarden-Investitionen in Deutschland in Aussicht

  • AFP - 20. Oktober 2026, 12:08 Uhr
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Katherina Reiche
Bild: AFP

Zum internationalen Gipfels mit Unternehmenschefs in Berlin hat es laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bereits milliardenschwere Investitionszusagen gegeben.

Zum internationalen Gipfels mit Unternehmenschefs in Berlin hat es laut Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bereits milliardenschwere Investitionszusagen gegeben. Es gebe Zusagen in Höhe von mehr als 220 Milliarden Euro, sagte Reiche am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Das US-Unternehmen Amazon verkündete Pläne, im Jahr 2027 in Deutschland mehr als 16 Milliarden Euro in "Arbeitsplätze, Technologie und Infrastruktur" zu investieren. 

Dazu gehörten der Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur, schnelles Satelliteninternet über das Netzwerk Amazon Leo, neue Logistikprojekte sowie ein neues Programm von Prime Video, erklärte der Konzern. Von der Investitionssumme sollen demnach 4,8 Milliarden Euro in den Ausbau Region Frankfurt der Clouddienstsparte AWS Europa fließen.

Deutschland sei "einer der attraktivsten Investitionsstandorte Europas", erklärte Amazon-Manager David Zapolsky. Deshalb habe das Unternehmen seit 2010 mehr als 100 Milliarden Euro in der Bundesrepublik investiert. "Genau solche Investitionen brauchen wir", erklärte Reiche zu den Plänen. "Sie stärken Deutschlands Position im internationalen Technologiewettbewerb - und schaffen dabei Wertschöpfung und Arbeitsplätze." Die Investitionen seien "ein klares Vertrauensvotum für den Zukunftsstandort Deutschland".

Die CDU-Politikerin hatte zuvor im Deutschlandfunk für mehr Zuversicht plädiert: Der Blick, "den wir auf unser Land haben, darf manchmal etwas optimistischer sein". Alle Investoren fragten sie, "Warum guckt ihr eigentlich auf euer eigenes Land mit so viel Pessimismus?", sagte Reiche weiter. 

Zu dem Investitionsgipfel wurden etwa 200 Unternehmenschefs aus dem In- und Ausland erwartet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte den Gipfel am Montagabend eröffnet und dabei auch ein Bühnengespräch mit dem Chef des US-Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang, geführt. 

Huang habe wichtige Botschaften geäußert, sagte Reiche und unterstrich die Bedeutung der Unternehmensdaten. Deutschland sei "ein Land mit einer hohen Industriedichte", fuhr sie fort. Die erste Welle der künstlichen Intelligenz habe "das Internet ausgelesen, also im Wesentlichen Text und Bilder." Die nächste Welle der künstlichen Intelligenz gelte den Maschinendaten.

"Und hier hat Deutschland mit über 20 Prozent industrieller Arbeitsplätze den größten Schatz an industriellen Daten aus unseren Prozessen, Fertigungen, häufig jahrzehntelange Erfahrungen, kondensiertes Wissen", sagte Reiche. Sie selbst und auch Nvidia-Chef Huang seien davon überzeugt, dass "mit den Daten Wachstum zu generieren" und "völlig neue Geschäftsmodelle, Effizienzen zu heben" seien.

Die Bundesregierung hatte zum Auftakt des Investitionsgipfels eine Partnerschaft mit Nvidia verkündet. Ziel der Partnerschaft mit Nvidia ist es laut Bundesregierung, "industrielle KI systematisch in die breite Anwendung zu bringen und ein hochmodernes industrielles KI-Ökosystem in Europa zu etablieren - mit starken deutschen Unternehmen und Forschungseinrichtungen".

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