Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat die Pläne einer möglichen linksgeführten Regierung in Berlin zur Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne scharf kritisiert. "Solche absurden Enteignungsfantasien von Sozialisten" müssten beendet werden, sagte der CSU-Chef am Sonntag beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn. Das von der Bundesregierung geplante Gesetz gegen Vergesellschaftungen müsse deshalb "so schnell wie möglich" auf den Weg gebracht werden.
Söder drohte auch mit Einschränkungen der Zahlungen im Länderfinanzausgleich. "Ändern wir den Länderfinanzausgleich - wegen mir auch nur für Berlin", sagte Söder. "Das Geld können die anderen haben. Aber so geht's doch nicht, dass wir das auch noch bezahlen".
Linke, Grüne und SPD hatten am Samstag eine Einigung in ihren Sondierungsgesprächen erzielt. Eine zentrale Vereinbarung ist eine Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen mit mehr als 10.000 Wohnungen. Dafür sollen bis zu 16 Milliarden Euro als Entschädigungssumme bereit gestellt werden.
Die Linke hatte die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September deutlich gewonnen. Überschattet wurden die Sondierungen mit Grünen und SPD von Antisemitismusvorwürfen gegen einzelne Linken-Mitglieder. Noch vor Beginn wurde deshalb eine Grundsatzvereinbarung beschlossen, die das Existenzrecht Israels als "unverhandelbar" festschrieb und bei Verstößen dagegen Sanktionen bis hin zu Parteiausschlüssen ankündigte.
Die Antisemitismus-Vereinbarung sei offenbar "das Papier nicht wert", sagte Söder, der von einer "roten Front" in Berlin sprach. Er kritisierte auch, dass im Migrationsbereich künftig Nichtregierungsorganisationen über neue Landesaufnahmeprogramme mitentscheiden sollten und Bundeswehr-Offiziere im Rahmen politischer Bildung künftig nicht mehr an Schulen gelassen werden sollten.
Die heutige Linke sei "eine andere Linke" als früher, sagte Söder. Sie vertrete Positionen, die inakzeptabel sein. Es brauche deshalb auch "Brandmauern" nach links, sagte er. "Mit solchen Kräften darf Deutschland nicht an der Spitze identifiziert werden."
Politik
"Rote Front" in Berlin: Söder kritisiert "absurde Enteignungsphantasien"
- AFP - 18. Oktober 2026, 11:21 Uhr
Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat die Pläne einer möglichen linksgeführten Regierung in Berlin zur Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne scharf kritisiert. 'Solche absurden Enteignungsfantasien von Sozialisten' müssten beendet werden.
Weitere Meldungen
Der ursprünglich im Dezember geplante SPD-Parteikonvent findet nicht statt. Das Mitgliedertreffen werde "ersetzt durch den Parteitag" Mitte Januar in Bremen, sagte
MehrTrotz schwerer Ausschreitungen bei den landesweiten Protesten in Frankreich ist Präsident Emmanuel Macron zu einem geplanten Besuch in mehrere Golfstaaten aufgebrochen. In Kuwait
MehrNach dem Ankauf umfangreicher Kundendaten von Dienstleistern, die Firmen in Steueroasen vermitteln, hat das Land Nordrhein-Westfalen 398 Verdachtsfälle mit Deutschlandbezug
MehrTop Meldungen
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach Abschluss der Sondierungen in Berlin übt der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie scharfe Kritik an geplanten Vergesellschaftungen.
MehrFrankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Die Deutsche Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate bis ins nächste Jahr hinein merklich erhöht bleibt. Die
MehrKöln (dts Nachrichtenagentur) - Die Investitionsausfälle in der deutschen Wirtschaft durch Krisen haben seit Anfang 2020 erheblich zugenommen und belaufen sich mittlerweile auf
Mehr














