Politik

Selenskyj: Aussetzung von US-Sanktionen "ermutigt" Putin zu neuen Angriffen

  • AFP - 17. Oktober 2026, 12:10 Uhr
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Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj
Bild: AFP

Die Aussetzung unlängst beschlossener US-Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump 'belohnt' nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Kreml.

Die Aussetzung unlängst beschlossener US-Sanktionen gegen Russland durch US-Präsident Donald Trump belohnt nach Einschätzung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Kreml. "Ein Aussetzen der US-Sanktionen, eine Verringerung des Drucks auf den Aggressor, finanzielle Belohnungen für Putin - all das ermutigt ihn nur dazu, seine Angriffe fortzusetzen", erklärte Selenskyj am Samstag in Onlinediensten.

Trump hatte am Freitag (Ortszeit) per Dekret die beschlossenen US-Strafmaßnahmen ausgesetzt und den Schritt mit nationalen Interessen der USA begründet. Das nach dem im Juli gestorbenen US-Senator Lindsey Graham benannte Sanktionspaket war nach langen Verhandlungen Mitte September vom US-Kongress verabschiedet und am 18. September von Trump unterzeichnet worden und zielte insbesondere auf den russischen Energiesektor ab. Bereits vor einer Woche hatte Trump ein Abkommen mit Moskau zur Lieferung von Diesel-Kraftstoff geschlossen. 

Der Kreml begrüßte die Aussetzung der Sanktionen begrüßt. Ein Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin nannte den Schritt einen "wichtigen und wahrhaft historischen Moment". 

Nach neuen russischen Angriffen am Freitag warf Selenskyj Moskau am Samstag vor, kurz vor dem Wintereinbruch einen "Blackout" in der Ukraine herbeiführen zu wollen, damit "Millionen Menschen" in der Kälte ohne Strom- und Wärmeversorgung seien. In Onlinemedien rief er die Verbündeten dazu auf, mehr Druck auf den Kreml auszuüben, damit Russland die Angriffe beende.

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