Gesundheit

WHO: Nach Berichten über Lungenpest-Todesfall in Russland weiter keine gesicherte Diagnose

  • AFP - 11. Oktober 2026, 05:47 Uhr
Bild vergrößern: WHO: Nach Berichten über Lungenpest-Todesfall in Russland weiter keine gesicherte Diagnose
In diesem Krankenhaus in Schelechow verstarb die Frau
Bild: AFP

Nach Berichten über den mutmaßlichen Lungenpest-Tod einer Laborbeschäftigten in Sibirien wartet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch auf genauere Auskünfte der russischen Behörden. Ihr liege noch keine 'bestätigte Diagnose' dazu vor, hieß es.

Nach Berichten über den mutmaßlichen Lungenpest-Tod einer Laborbeschäftigten in Sibirien wartet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch auf genauere Auskünfte der russischen Behörden. Ihr liege noch keine "bestätigte Diagnose" zu dem Todesfall der Labor-Mitarbeiterin vor, erklärte die WHO am Samstag in Genf. Damit bestehe in der Angelegenheit weiterhin eine "größere Unsicherheit".

Russland hatte angegeben, die Laborbeschäftigte, die mit Pest-Erregern gearbeitet hatte, sei an einer "Lugenentzündung" gestorben. Die WHO hatte daraufhin weitergehende Informationen dazu gefordert. Die russischen Behörden teilten daraufhin laut WHO mit, dass "keinerlei Pest-Fall im Verwaltungsgebiet Irkutsk" registriert worden sei und dass Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen worden seien. 

Überdies seien Proben von Kontaktpersonen der Verstorbenen im Labor analysiert worden, zitierte die WHO die russischen Angaben. Dabei seien keinerlei Hochrisiko-Erreger wie etwa das Pest-Bakterium nachgewiesen worden. Entgegen entsprechender Medienberichte habe es auch "keinerlei Bio-Sicherheitsvorfall" und keinen anderen schweren Fall einer Lungenentzündung gegeben. Alle Kontaktpersonen seien beobachtet worden und während der ganzen Zeit symptomlos gewesen.

Auf Grundlage dieser russischen Angaben gebe es keinen Hinweis auf Ansteckungen nach dem genannten Fall, erklärte die WHO. Es bleibe aber "eine größere Unsicherheit hinsichtlich des Fehlenes einer bestätigten Diagnose bei der verstorbenen Laborbeschäftigten". Die WHO beobachte daher die Lage weiter und prüfe eventuelle Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit.

Weitere Meldungen

Gesichtsliftings beliebt: Umfrage zu Schönheits-OPs zeigt Einfluss sozialer Medien

Im Vergleich der beliebtesten Schönheitsoperationen führen Oberlidstraffungen die deutsche Statistik an. Wie die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie

Mehr
Russische Behörden: "Keine Gesundheitsprobleme" nach Berichten über tödlichen Pest-Fall

Nach Berichten über den mutmaßlichen Lungenpest-Tod einer Laborbeschäftigten in Sibirien haben die russischen Behörden nach eigenen Angaben "keine Gesundheitsprobleme im

Mehr
China schickt eigene Kandidatin ins Rennen um Nachfolge von WHO-Chef Tedros

China schickt eine eigene Kandidatin für den Chefposten bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Rennen - und könnte damit seinen Einfluss auf die UN-Sonderorganisation

Mehr

Top Meldungen

Seehofer kritisiert Merz und spricht von Glaubwürdigkeitsverlust

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der frühere CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und mahnt eine dringende Kurskorrektur an. "Friedrich Merz hat

Mehr
Deutsche-Bank-Chef Sewing kritisiert Tankrabatt

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorstandschef der Deutschen Bank, Christian Sewing, kritisiert die Finanzpolitik der aktuellen Bundesregierung. "Ich glaube nicht, dass uns

Mehr
Wirtschaftsministerium erklärt angeforderte Gasmenge nicht

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die von ihr angeordnete zusätzliche Gasspeicherung nicht begründen. "Die Entscheidung

Mehr