Politik

Burnham: Offen für Beteiligung Deutschlands an Kampfjet-Projekt GCAP

  • AFP - 8. Oktober 2026, 14:13 Uhr
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Merz (links) und Burnham in Berlin
Bild: AFP

Großbritannien ist nach den Worten von Premierminister Andy Burnham offen für eine Beteiligung Deutschlands an dem Kampfjet-Projekt GCAP. GCAP ist ein geplanter neuer Tarnkappen-Bomber, an dem sich Großbritannien, Italien und Japan beteiligen.

Großbritannien ist nach den Worten von Premierminister Andy Burnham offen für eine Beteiligung Deutschlands an dem Kampfjet-Projekt GCAP. Bei seinem Antrittsbesuch bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte Burnham: "Wir sprechen heute über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich, und ich habe dem Bundeskanzler in unserem Gespräch im Vorfeld (...) unsere Offenheit signalisiert, dass Deutschland GCAP beitritt." 

Das gemeinsame GCAP-Projekt sei etwas, "was wir in der kommenden Zeit gemeinsam mit unseren anderen Partnern Italien und Japan in diesem Zusammenhang vorantreiben möchten", sagte Burnham. GCAP (Global Combat Air Programme) ist ein geplanter neuer Tarnkappen-Bomber, an dem sich Großbritannien, Italien und Japan beteiligen. Es soll die japanischen F-2-Kampfflugzeuge sowie die britischen und italienischen Eurofighter ersetzen.

GCAP gilt als vergleichbares internationales Großvorhaben zum gescheiterten FCAS-Projekt zwischen Deutschland und Frankreich. Berlin und Paris hatten im Juni nach langen Streitigkeiten das Ende von FCAS zum Bau eines gemeinsamen Kampfjets beschlossen.

Burnham kündigte zudem eine engere Zusammenarbeit etwa bei der Abwehr hybrider Bedrohungen an. "Wir geben heute eine Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen bekannt, insbesondere in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit, sowie eine neue Partnerschaft zur Bekämpfung hybrider Angriffe", sagte er. Sowohl Deutschland als auch Großbritannien seien damit konfrontiert "und es ist sinnvoll, diesen Bedrohungen gemeinsam zu begegnen" und sich gegenseitig bei ihrer Abwehr zu unterstützen.

Merz hatte Burnham am Donnerstagmittag zu dessen Antrittsbesuch in Berlin empfangen. Bei dem Treffen wurden auch die Ratifikationsurkunden zum deutsch-britischen Freundschaftsvertrag ausgetauscht, der damit in Kraft tritt. Der sogenannte Kensington-Vertrag sieht eine engere Zusammenarbeit in zahlreichen Bereichen vor, darunter in der Außen- und Sicherheitspolitik wie auch in der Wirtschaft. Unterzeichnet worden war der Vertrag im Juli 2025 von Merz und Burnhams Vorgänger als Premierminister, Keir Starmer.

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