Wirtschaft

Wirtschaftsministerium hebt Regierungsprognose 2026 auf 1,3 Prozent an

  • AFP - 8. Oktober 2026, 12:22 Uhr
Bild vergrößern: Wirtschaftsministerium hebt Regierungsprognose 2026 auf 1,3 Prozent an
Schiffscontainer am Hamburger Hafen
Bild: AFP

Das Bundeswirtschaftsministerium hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr stark nach oben korrigiert. Für 2026 werde nun 1,3 Prozent Wachstum erwartet, wie das Ministerium von Katherina Reiche (CDU) mitteilte.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat seine Wachstumsprognose für das laufende Jahr stark nach oben korrigiert. Für 2026 werde nun 1,3 Prozent Wachstum erwartet, wie das Ministerium von Katherina Reiche (CDU) am Donnerstag mitteilte. In der Frühjahrsprojektion war das Ministerium noch von 0,5 Prozent ausgegangen.

"Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf Wachstumskurs und hat sich als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet", erklärte das Ministerium. "Ungeachtet des Konflikts im Nahen Osten und der gestiegenen Energiepreise expandierte sie im ersten Halbjahr 2026 kräftig." Positive Impulse kamen demnach vor allem vom Exportgeschäft sowie den hohen staatlichen Ausgaben.

Die deutschen Exporteure hätten im zweiten Quartal von einer "Sonderentwicklung" profitiert: "Angesichts globaler Engpässe fanden Lageraufstockungen mit energieintensiven Gütern statt, die in Deutschland produziert wurden." Zugleich zeige das Sondervermögen für Verteidigung und Infrastruktur Wirkung.

Für das kommende Jahr hob das Ministerium seine Prognose von 0,9 auf 1,1 Prozent an. "Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt wesentlich vom Verlauf der geopolitischen Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine ab", erklärte es. "Eine nachhaltige Lösung dieser Krisen, die auch zu sinkenden Energiepreisen führen dürfte, würde die Erholung beschleunigen." Weiterhin hohe Preise würden hingegen Unternehmen und private Haushalte belasten.

Weitere Meldungen

Bundesregierung hebt Wirtschaftsprognose deutlich an

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung hebt ihre Wirtschaftsprognose deutlich an. Für das laufende Jahr wird mit einem Anstieg des preisbereinigten

Mehr
AOK: Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen deutlich gestiegen

Die Fehlzeiten am Arbeitsplatz wegen psychischer Erkrankungen sind nach Angaben der Krankenkasse AOK deutlich gestiegen. Binnen zehn Jahren erhöhten sich die Fehlzeiten um 42

Mehr
Zahl mautpflichtiger Lkws auf Autobahnen im September gestiegen

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Fahrleistung der mautpflichtigen Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen ist im September 2026 gegenüber August

Mehr

Top Meldungen

Cookies ohne Einwilligung: Bundesgerichtshof prüft Haftung

Cookies und der Schutz von Daten im Internet haben am Donnerstag den Bundesgerichtshof (BGH) beschäftigt. Er verhandelte in Karlsruhe über die Frage, wer haften muss, wenn

Mehr
Schufa: Immer mehr Menschen mit Zahlungsschwierigkeiten

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Immer mehr Menschen in Deutschland geraten in Zahlungsschwierigkeiten. Ende 2025 hatte die Schufa zu 8,1 Prozent der Erwachsenen mindestens

Mehr
Krankheitskosten steigen weiter

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Krankheiten und Gesundheitsprobleme haben im Jahr 2024 in Deutschland direkte Kosten von 528,5 Milliarden Euro verursacht. Wie das

Mehr