Finanzen

Dax startet schwach - Sorgen vor restriktiver US-Geldpolitik

  • dts - 8. Oktober 2026, 09:46 Uhr
Bild vergrößern: Dax startet schwach - Sorgen vor restriktiver US-Geldpolitik
Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Donnerstagmorgen schwach in den Handelstag gestartet. Gegen 9:45 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.893 Punkten berechnet, 0,8 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

"Die Anleger nehmen weiter Gewinne am Aktienmarkt mit, nachdem das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank die Sorgen vor einer weiterhin restriktiven Geldpolitik verstärkt hat. Die Fed nimmt die Inflationsrisiken offenbar ernster als von manchen Investoren erhofft. Selbst die starke Nachfrage bei der jüngsten Auktion von US-Staatsanleihen konnte den Renditeanstieg nur kurzfristig bremsen", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets.

Auch die bislang robuste Technologie-Rally verliere an Dynamik. "Selbst die starken Quartalszahlen von Samsung Electronics konnten keine Anschlusskäufe bei Halbleiteraktien auslösen. Stattdessen nutzten Anleger die guten Nachrichten für Gewinnmitnahmen. Wenn selbst überzeugende Unternehmenszahlen nicht mehr für steigende Kurse sorgen, ist das ein Warnsignal für die gesamte Aktienrally", so der Marktanalyst weiter.

"Gleichzeitig bleiben der Krieg im Iran und die hohen Energiepreise zentrale Belastungsfaktoren. Sie schüren die Inflation, erhöhen den Druck auf die Notenbanken und treiben die Finanzierungskosten nach oben. Damit verschiebt sich zunehmend das Kräfteverhältnis zwischen Aktien und Anleihen. Je attraktiver die Renditen am Anleihemarkt werden, desto stärker müssen Aktien ihre hohen Bewertungen rechtfertigen", so Lipkow.

"Die Börsen verlieren damit gleich an mehreren Stellen ihren bisherigen Rückenwind. Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu größeren Aktienkäufen begrenzt bleiben", so der Marktanalyst.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1192 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8935 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.120 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,36 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 103,80 US-Dollar, das waren 3,6 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Weitere Meldungen

US-Börsen uneinheitlich - Nasdaq deutlich schwächer

New York (dts Nachrichtenagentur) - Die US-Börsen haben sich am Donnerstag uneinheitlich gezeigt. Zu Handelsende in New York wurde der Dow mit 51.232 Punkten berechnet, ein Plus

Mehr
Dax lässt deutlich nach - Energiepreise belasten Aktienmärkte

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Am Donnerstag hat der Dax deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 24.807 Punkten berechnet, ein Minus in

Mehr
Dax am Mittag deutlich im Minus - Sorge vor Situation im Iran

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Der Dax ist am Donnerstag nach einem bereits schwachen Start in den Handelstag bis zum Mittag weiter deutlich in den roten Bereich

Mehr

Top Meldungen

EY: Refinanzierungswelle droht Immobilienkrise zu verschärfen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - EY-Parthenon rechnet damit, dass Banken und Investoren auf dem deutschen Gewerbeimmobilienmarkt auf massive Probleme zuschlittern. Das berichtet

Mehr
Italo hält an Markteintritt in Deutschland fest

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) - Die italienische Bahngesellschaft Italo Group zeigt sich nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts Köln zur Freigabe lukrativer Strecken im

Mehr
Staatsverschuldung: Bund muss mehr Steuergeld für Zinsen ausgeben

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bund muss immer mehr seines Steueraufkommens für Zinsen ausgeben. Das belegen Kennziffern einer internen Unterlage des

Mehr