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Gescheiterte Hinrichtung in den USA: Todeskandidatin laut Anwälten bei Bewusstsein

  • AFP - 7. Oktober 2026, 02:05 Uhr
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US-Todeskandidatin Christa Pike
Bild: AFP

Eine Woche nach dem beispiellosen Scheitern ihrer Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee ist die Todeskandidatin Christa Pike nach Angaben ihrer Anwälte bei Bewusstsein. Pike werde aber 'weiterhin intensivmedizinisch versorgt', teilten die Anwälte mit.

Eine Woche nach dem beispiellosen Scheitern ihrer Hinrichtung im US-Bundesstaat Tennessee ist die Todeskandidatin Christa Pike nach Angaben ihrer Anwälte bei Bewusstsein. Pike sei "allen Widrigkeiten zum Trotz" inzwischen "bei Bewusstsein, spricht und wird weiterhin intensivmedizinisch versorgt", teilten die Anwälte der verurteilten Mörderin am Mittwoch mit. Ihre Prognose ist demnach aber "unklar". Sie rechneten "mit einem langwierigen Genesungsprozess".

"Trotz der schweren Verletzungen an ihren Armen ist sie nach wie vor am Bett angekettet", erklärten die Anwälte weiter. Die Genesung ihrer Mandantin bezeichneten sie als "medizinisch beispiellos". 

Pike war 1995 wegen des Mordes an ihrer 19-jährigen Klassenkameradin Colleen Slemmer zum Tode verurteilt worden. Der Fall erregte damals landesweites Aufsehen, weil Slemmers Leiche mit einem Pentagramm auf der Brust aufgefunden wurde, das als satanisches Zeichen gilt. 

Am Mittwoch vergangener Woche überlebte die 50-Jährige zwei Injektionen mit dem normalerweise tödlichen Mittel Pentobarbital. Sie wurde daraufhin ins Krankenhaus gebracht, wo sie künstlich beatmet wurde. 

Der Chef der Strafvollzugsbehörde in Tennessee reichte nach der gescheiterten Hinrichtung seinen Rücktritt ein. Tennessees Gouverneur Bill Lee setzte weitere Hinrichtungen in Tennessee bis zum Jahresende aus und ordnete eine unabhängige Untersuchung an. Pikes Anwälte erneuerten ihre Forderung an Lee, die Strafe für ihre Mandantin in lebenslange Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung umzuwandeln.

Die Anwälte hatten zuvor angeführt, dass Pike die Tat im Alter von nur 18 Jahren begangen und als Opfer langjährigen sexuellen Missbrauchs unter psychischen Problemen gelitten habe. Lee hatte eine Begnadigung abgelehnt und erklärt, er wolle rechtmäßig verhängte Urteile vollstrecken lassen. Der Fall löste eine Debatte über die Todesstrafe für junge Straftäter aus.

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