Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro laut ersten Teilergebnissen vorerst an dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva vorbeigezogen. Nach der Auszählung von etwa 65 Prozent der elektronischen Wahlurnen des Landes lag Bolsonaro bei 49,8 Prozent der Stimmen, Lula lag demnach bei 42,2 Prozent der Stimmen. Die übrigen Kandidaten lagen jeweils im einstelligen Bereich.
Knapp 160 Millionen Menschen im bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Land waren zu den Wahlen aufgerufen. In den letzten Umfragen hatten Lula und Bolsonaro eng beieinander gelegen. Erreicht keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, findet am 25. Oktober eine Stichwahl statt.
Die Wahl in Brasilien gilt als Richtungswahl. Ein Erfolg Flávio Bolsonaros würde den Rechtsruck in Lateinamerika weiter vorantreiben. In den vergangenen Jahren waren mehrere Länder durch Wahlen deutlich nach rechts gerückt. Ein Sieg Lulas würde dagegen Brasilien neben Mexiko als große linke Bastion in der Region erhalten.
Flávio Bolsonaro ist der Sohn des ultrarechten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, der wegen eines Putschversuchs gegen Lula zu 27-jähriger Haft verurteilt wurde und unter Hausarrest steht. Jair Bolsonaro war ein enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump.
Politik
Präsidentenwahl in Brasilien: Bolsonaro liegt laut ersten Teilergebnissen vor Lula
- AFP - 5. Oktober 2026, 01:01 Uhr
Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist der rechtsgerichtete Senator Bolsonaro laut ersten Teilergebnissen vorerst an dem linksgerichteten Amtsinhaber Lula vorbeigezogen. Nach der Auszählung von etwa 65 Prozent der elektronischen Wahlurnen des Landes lag Bolsonaro bei 49,8 Prozent der Stimmen, Lula lag demnach bei 42,2 Prozent.
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