In der Schweiz hat am Sonntag eine Volksabstimmung über die politische Neutralität des Landes begonnen. Eine Initiative will damit eine strengere Auslegung des Schweizer Neutralitätsgrundsatzes durchsetzen. Die Neutralität ist zwar in der Schweizer Verfassung verankert. Die Initiative "Wahrung der schweizerischen Neutralität" beklagt aber, die Regierung habe den Nichteinmischungsgrundsatz durch die Übernahme der EU-Sanktionen gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs aufgeweicht.
Die Initiative will nun eine "immerwährende und bewaffnete" Neutralität in der Verfassung verankern. Die Schweiz soll keinem Militärbündnis wie der Nato beitreten oder mit einem solchen zusammenarbeiten, außer wenn sie selbst angegriffen wird. Die Initiative fordert zudem ein weitgehendes Verbot von Sanktionen: Die Regierung soll nur noch wirtschaftliche Sanktionen verhängen können, wenn diese vom UN-Sicherheitsrat beschlossen wurden.
Einer der Initiatoren der Volksabstimmung ist der ehemalige Vorsitzende der rechtspopulistischen Schweizerischen Volkspartei (SVP), Christoph Blocher. Mit Ausnahme der SVP haben sich alle großen Parteien dagegen ausgesprochen.
Außenminister Ignazio Cassis sagte in einer TV-Debatte, die Schweizer Neutralität sei schon immer mit einem gewissen Maß an "Flexibilität" gehandhabt worden. Neutralität sei nicht mit "Gleichgültigkeit" gleichzusetzen. Bei Völkerrechtsverletzungen dürfe die Schweiz nicht wegschauen, um eigene Interessen und den Frieden zu wahren.
Umfragen deuteten zuletzt auf eine Ablehnung der Neutralitätsinitiative hin. Die Wahllokale schließen im 12.00 Uhr.
Politik
Schweizer stimmen über strengere Auslegung von Neutralität ab
- AFP - 27. September 2026, 11:03 Uhr
In der Schweiz hat eine Volksabstimmung über die politische Neutralität des Landes begonnen. Eine Initiative will damit eine strengere Auslegung des Schweizer Neutralitätsgrundsatzes durchsetzen.
Weitere Meldungen
In Frankreich werden am Sonntag Teilwahlen für den Senat, das Oberhaus des Parlaments, abgehalten. In rund 60 Départements traten die Wahlkollegien zusammen, um 178 der
MehrIn seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor den Risiken durch die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) gewarnt.
MehrRund eine Woche nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl ist der Weg für Sondierungsgespräche zur möglichen Bildung eines von der Linken geführten rot-grün-roten Senats frei.
MehrTop Meldungen
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will sich nicht um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bewerben. "Die
MehrMünchen (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Entscheidung für München als deutsche Bewerberstadt könnte ein Zuschlag für die Olympischen Spiele nach Ansicht der Vorsitzenden
MehrZehntausende Menschen haben am Samstag in 15 deutschen Großstädten gegen die Kürzung von Sozialleistungen protestiert. Zu dem bundesweiten Aktionstag hatten der Deutsche
Mehr














