Die russische Regierung hat die EU-Sanktionen gegen die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT Frankreich, Xenia Fedorova, als "rechtswidrig" kritisiert. Bei der Entscheidung, Fedorova auf die EU-Sanktionsliste zu setzen, handele es sich um "die Verfolgung einer Medienvertreterin", erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag. "Medien werden ganz offen unter Druck gesetzt", fügte er hinzu.
Der Sender RT Frankreich war 2023 in Folge des russischen Einmarschs in der Ukraine geschlossen worden. Federova arbeitete im Anschluss als Kommentatorin für Medienunternehmen aus dem Konzern des rechtsgerichteten französischen Milliardärs Vincent Bolloré, darunter für den Sender CNews. Die französische Regierung warf ihr "feindliche Manöver gegen unsere Demokratie" vor. Fedorova sprach dagegen von "Zensur".
Im August 2026 wurde Fedorova schließlich aus Frankreich ausgewiesen. Am Donnerstag hatte die EU die Journalistin dann auf ihre Sanktionsliste gesetzt. Brüssel begründete das mit ihren fortlaufenden Medienauftritten, mit denen sie die "Demokratie und Stabilität" der Union gefährde.
Die EU-Sanktionen beinhalten ein Einfrieren der in der EU befindlichen Vermögenswerte der Betroffenen sowie ein Einreiseverbot. Europäische Unternehmen dürfen keine Geschäfte mehr mit Menschen und Organisationen auf der Sanktionsliste machen.
Politik
Kreml: EU-Sanktionen gegen Journalistin Fedorova sind "rechtswidrig"
- AFP - 25. September 2026, 12:42 Uhr
Die russische Regierung hat die EU-Sanktionen gegen die ehemalige Chefredakteurin des russischen Staatssenders RT Frankreich, Xenia Fedorova, als 'rechtswidrig' kritisiert.
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