Lifestyle

Experten fordern Änderungen an Social Media statt Verbot

  • AFP - 8. September 2026, 20:00 Uhr
Bild vergrößern: Experten fordern Änderungen an Social Media statt Verbot
Apps auf einem Smartphone
Bild: AFP

Zahlreiche Experten und Kinderrechtsorganisation haben anstelle eines Social-Media-Verbots Änderungen an Plattformen wie Instagram, Tiktok und Youtube gefordert. 'Kinder brauchen und verdienen sichere, altersgerechte digitale Dienste', schreiben sie.

Zahlreiche Experten und Kinderrechtsorganisation haben anstelle eines Social-Media-Verbots Änderungen an Plattformen wie Instagram, Tiktok und Youtube gefordert. "Kinder brauchen und verdienen sichere, altersgerechte digitale Dienste", schreiben 132 Organisationen und Forscher in einem offenen Brief vom Dienstag. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will in der kommenden Woche ihre Pläne für Altersbeschränkungen im Internet vorstellen.

Eine Reihe von EU-Staaten will ein Social-Media-Verbot einführen, wahlweise für Kinder und Jugendliche unter 13, 15 oder 16 Jahren. Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte die Kommission am Dienstag auf, ein Mindestalter von 15 Jahren vorzuschlagen, wie es in Frankreich geplant ist. Von der Leyen selbst hat sich für Einschränkungen ausgesprochen, Details sind bislang aber nicht bekannt.

Die Organisationen und Experten warnen in ihrem Brief nun, ein allgemeines Verbot lade die Verantwortung für die Sicherheit im Internet bei den Jugendlichen selbst und ihren Eltern ab. Zu den Unterzeichnern gehören die Organisation für digitale Kinderrechte 5Rights Foundation, die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sowie das Zentrum gegen digitalen Hass.

Sie empfehlen der EU, beim Jugendschutz Standards für Onlinedienste festzulegen. Erfüllt eine Plattform die Standards, könnte sie für Kinder und Jugendliche ab einem bestimmten Alter freigeschaltet werden. "Die EU hat die Macht, eine Messlatte zu setzen und von Tech-Unternehmen einen Beweis zu verlangen, dass sie diese erfüllen", betonen die Unterzeichner.

Die EU hat mit dem Gesetz für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) schon Regeln für Onlineplattformen eingeführt. Brüssel wirft Unternehmen wie Meta und Tiktok vor, Jugendliche nicht ausreichend zu schützen und verhandelt mit den Unternehmen über Änderungen. Zusätzliche Standards oder Verbote müssten in den kommenden Monaten im Europaparlament und im Rat der 27 EU-Mitgliedstaaten verhandelt werden.

Weitere Meldungen

Nasa-Forscher entdecken kürzlich entstandenen neuen riesigen Mondkrater

Forscher der US-Raumfahrtbehörde Nasa haben einen riesigen, erst kürzlich entstandenen Krater auf dem Mond entdeckt. Laut einer am Mittwoch in der Zeitschrift "Science Advances"

Mehr
Frei warnt Union vor Minderheitsregierung im Bund

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) warnt seine Partei eindringlich vor einer Minderheitsregierung im Bund. Das wäre Irrsinn, sagte er dem

Mehr
US-Kongress verabschiedet Russland-Sanktionen

Washington (dts Nachrichtenagentur) - Das US-Repräsentantenhaus hat ein umfassendes Sanktionsgesetz gegen Russland verabschiedet, das trotz Widerstands von demokratischen

Mehr

Top Meldungen

Energiepreise: Linke will 470 Euro Hilfe pro Kopf

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Linke im Bundestag fordert gegen die steigenden Energiepreise Hilfen für die Bürger. Neben einem jährlichen Klimageld von circa 320 Euro

Mehr
SPD will drei Sofortmaßnahmen gegen hohe Spritpreise

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer fordert in der Spritpreis-Debatte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zu

Mehr
Federal Reserve erhöht Leitzins erstmals seit 2023

Washington (dts Nachrichtenagentur) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins um 25 Basispunkte erhöht. Der Leitzins liegt damit in einer Spanne zwischen 3,75

Mehr