Wirtschaft

Arbeitgeberpräsident fordert politische Konsequenzen aus neuer Pisa-Studie

  • AFP - 8. September 2026, 10:33 Uhr
Bild vergrößern: Arbeitgeberpräsident fordert politische Konsequenzen aus neuer Pisa-Studie
Treppenhaus einer Schule
Bild: AFP

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat politische Konsequenzen aus den Ergebnissen der jüngsten Pisa-Studie gefordert. 'Wir müssen Bildung vom Ergebnis her denken: Jedes Kind muss die Schule mit dem Rüstzeug für Ausbildung, Studium und Beruf verlassen.'

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat politische Konsequenzen aus den Ergebnissen der neuen Pisa-Studie gefordert. "Wir müssen Bildung vom Ergebnis her denken: Jedes Kind muss die Schule mit dem Rüstzeug für Ausbildung, Studium und Beruf verlassen", erklärte Dulger am Dienstag kurz nach Veröffentlichung der Studienergebnisse. Demnach schneiden Deutschlands Schülerinnen und Schüler in Lesekompetenz und Mathematik schlechter ab als je zuvor.

"Bildung ist eine Kernaufgabe des Staates", stellte Dulger klar. Nötig seien konkret "verbindlichere Bildungsstandards, regelmäßige Lernstandserhebungen und gezielte Unterstützung für Schulen mit besonders großen Herausforderungen". Lehrkräfte bräuchten zudem eine Ausbildung, die sie besser auf den Schulalltag vorbereite, und Schulen eine moderne Ausstattung.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) betonte, die jüngsten Pisa-Ergebnisse bestätigten, "was die Ausbildungsbetriebe des Handwerks seit Jahren erleben: Zu viele junge Menschen verlassen die Schule ohne die Grundkompetenzen, die für eine gelingende Ausbildung nötig sind". Neben einer besseren und flächendeckenden Berufsorientierung an allen Schulformen komme es nun vor allem darauf an, die Grundkompetenzen der jungen Menschen zu verbessern, forderte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Dazu seien etwa flächendeckend Diagnosesysteme in den Schulen nötig.

Das Münchner Ifo-Institut warnte vor den wirtschaftlichen Folgen fehlender Grundkompetenzen - die Pisa-Ergebnisse müssten daher zu einem "Umdenken in der Bildungspolitik führen". Die Vermittlung der Basiskompetenzen müsse "höchste Priorität haben", forderte der Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann. Andernfalls gingen der deutschen Volkswirtschaft "Billionenbeträge verloren".

Weitere Meldungen

Mängelquote bei Nutzfahrzeugen weiter auf hohem Niveau

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Gut jedes fünfte Nutzfahrzeug ist in den vergangenen zwei Jahren mit erheblichen oder gefährlichen Mängeln bei der Hauptuntersuchung

Mehr
Schnieder: Rentenpaket nicht einfach aufschnüren

Mainz (dts Nachrichtenagentur) - Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und CDU-Landeschef Gordon Schnieder hat sich im schwarz-roten Reformstreit für Kompromisse

Mehr
Studie: Haushalte mit geringem Einkommen brauchen bei Wärmewende Unterstützung

Die Umstellung der Wärmeversorgung von fossilen auf erneuerbare Energien erfordert hohe Investitionen - laut einer Untersuchung ist sie mit einem  Gesamtbedarf von 86 Milliarden

Mehr

Top Meldungen

Analyse: Frauen zahlen höhere Zinsen für Kredite als Männer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Frauen sind bei der Kreditvergabe gegenüber Männern oft im Nachteil. Sie zahlen höhere Zinsen, bekommen kleinere Darlehen und werden häufiger

Mehr
Spritpreise steigen weiter

München (dts Nachrichtenagentur) - Die Spritpreise in Deutschland sind im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen. Laut der wöchentlichen Auswertung des ADAC kostete Super E10

Mehr
EU-Pläne zur Regulierung von Airbnb stoßen auf Skepsis

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Pläne der EU-Kommission zur Regulierung von Kurzzeitvermietungen über Plattformen wie Airbnb stoßen auf Vorbehalte beim Deutschen

Mehr