Wirtschaft

Widerstandsfähiger als erwartet: DIW-Forscher heben Wachstumsprognose an

  • AFP - 2. September 2026, 10:51 Uhr
Bild vergrößern: Widerstandsfähiger als erwartet: DIW-Forscher heben Wachstumsprognose an
Containerterminal in Hamburg
Bild: AFP

Angesichts eines unerwartet kräftigen Außenhandels rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem deutlich robusteren Wachstum als bislang angenommen. Erwartet wird für 2026 ein Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent.

Angesichts eines unerwartet kräftigen Außenhandels rechnet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mit einem deutlich robusteren Wachstum als bislang angenommen. "Die deutsche Wirtschaft hat sich im laufenden Jahr widerstandsfähiger gezeigt als noch im Frühsommer erwartet", erklärte das DIW am Mittwoch in Berlin. Demnach wird für 2026 nun ein Wachstum von 1,2 Prozent prognostiziert - noch im Juni hatte das Institut seine Vorhersage auf 0,5 Prozent heruntergeschraubt.

Ausschlaggebend für die Aufwärtsrevision waren laut DIW "vor allem der im Frühsommer unerwartet kräftige Außenhandel und dass der Energiepreisschock infolge des Iran-Kriegs geringer ausfiel als zunächst befürchtet". Wachstumstreiber bleiben demnach zudem die Investitionen des Staates, vor allem in Form des Sondervermögens für Klimaschutz und Infrastruktur und der Verteidigungsausgaben. 

Dämpfend auf die Konjunktur wirken sich dem Forschungsinstitut zufolge hingegen "hohe Gaspreise, strukturelle Probleme der Industrie und die schwache private Binnennachfrage" aus. Für 2027 rechnet das DIW in seiner Herbst-Konjunkturprognose mit einem Zuwachs von 1,0 Prozent, für 2028 mit 0,7 Prozent.

Weitere Meldungen

"Gift für die Wirtschaft": Deutsche-Bank-Chef Sewing warnt vor AfD-Regierung

Der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, hat nachdrücklich vor einer AfD-Regierung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewarnt. "Wenn es dazu kommen sollte, würde das

Mehr
Umsatz und Beschäftigung in der Fahrradbranche leicht rückläufig

Trotz einer stabilen Nachfrage sind Umsatz und Beschäftigung in der Fahrradbranche im vergangenen Jahr leicht gesunken. Die Zahl der direkt in der Branche Beschäftigten sank von

Mehr
Fachkräftemangel trotzen: Mitarbeiterbindung durch gezielte Weiterbildung stärken

Warum finanzielle Anreize allein nicht mehr ausreichen

Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen sind zweifellos wichtige Instrumente, um Leistung zu belohnen und

Mehr

Top Meldungen

Linke fordert weitere Entlastungen bei Steuerreform

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Angesichts der Verabschiedung der Einkommensteuerreform im Kabinett dringt die Linke auf weitere Entlastungen für Verbraucher. Die Menschen

Mehr
Wohnraumpreise steigen in Deutschland langsamer als in Europa

Halle (Saale) (dts Nachrichtenagentur) - Der Kaufpreisanstieg für angebotene Wohnimmobilien in Deutschland bleibt seit dem Frühjahr 2025 deutlich hinter dem europäischen

Mehr
Bericht: Kompromissversuch bei VW gescheitert

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) - Bei Volkswagen droht ein Eklat. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet, ist ein

Mehr