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NRW-Spitzenkandidat von SPD-Politik in Berlin genervt

  • dts - 1. September 2026, 14:06 Uhr
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Jochen Ott (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Köln (dts Nachrichtenagentur) - NRW-SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott hat sich in Teilen kritisch über die Bundespolitik seiner Partei geäußert. "Ich bin in Teilen von der SPD-Politik in Berlin genervt", sagte er dem Sender RTL. Die Bundesebene befinde sich in einer wirklich schwierigen Phase und das färbe auf Nordrhein-Westfalen ab.

Ott, der für das Amt des Ministerpräsidenten kandidiert, will im Land "berufstätige Familien in den Mittelpunkt" stellen. Die Vorschläge zur Abschaffung der Rente mit 63 nannte er eine Unverschämtheit. Es sei völlig aberwitzig, über eine Rente mit 63 zu diskutieren, die mittlerweile sowieso die Rente mit 64,5 sei. Es gehe um Menschen, die 45 Jahre eingezahlt und meist körperlich gearbeitet hätten. "Die Leute können einfach nicht mehr", so Ott. Er verglich das mit seiner Studienzeit: Viele seiner Freunde, die heute Handwerker seien, hätten schon zehn Jahre eingezahlt. Wenn man so tue, als sei der Ruhestand nach 45 Jahren eine soziale Wohltat, halte er das für eine Unverschämtheit.

Ott empfahl der "Berliner Blase", die Sprache der Menschen zu sprechen, die jeden Tag zusammenstünden, in Kneipen und Sportvereinen. Man müsse hinhören, was die Menschen sagen.

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