Politik

Bundesaußenminister Wadephul zu Besuch nach Tunesien aufgebrochen

  • AFP - 31. August 2026, 09:28 Uhr
Bild vergrößern: Bundesaußenminister Wadephul zu Besuch nach Tunesien aufgebrochen
Wadephul in der vergangenen Woche
Bild: AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist zu einem Besuch in den nordafrikanischen Mittelmeeranrainern Tunesien und Algerien aufgebrochen. Zunächst sind in Tunis Gespräche mit seinem Kollegen Mohamed Nafti geplant.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) ist zu einem Besuch in den nordafrikanischen Mittelmeeranrainern Tunesien und Algerien aufgebrochen. "Mit Tunesien und Algerien teilen wir zentrale wirtschaftliche und sicherheitspolitische Anliegen", erklärte Wadephul am Montagmorgen vor seinem Abflug in Berlin. "Gemeinsam können wir das Mittelmeer zu einem Raum der Stärke zwischen unseren Kontinenten machen", fügte er hinzu.

Zunächst sind in Tunis Gespräche mit seinem Kollegen Mohamed Nafti geplant sowie Treffen mit Vertretern deutscher Unternehmen im Land und tunesischer Start-ups. Wadephul betonte vor seinem Abflug die engen wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Tunesien. "Für unsere Industrie - vor allem die Autoindustrie - sind widerstandsfähige Lieferbeziehungen zu Tunesien heute zentral", erklärte er. Für Tunesien sei Deutschland der drittwichtigste Exportmarkt. Außerdem studieren Wadephul zufolge rund 7500 Tunesierinnen und Tunesier an deutschen Hochschulen.

Nach seinem Aufenthalt in Tunesien reist Wadephul weiter nach Algerien. Dort ist ebenfalls ein Treffen mit dem Außenminister geplant. Außerdem wird Wadephul von Präsident Abdelmadjid Tebboune empfangen, der erst im Juli Berlin besuchte.

Vor seiner Abreise bezeichnete Wadephul Algerien als "strategischen Partner in der Energie- und auch in der Sicherheitspolitik". Das nordafrikanische Land sei bereits heute einer der wichtigsten Gaslieferanten für die EU. "Als zukünftiger Lieferant mit riesigem Potenzial für die Produktion von grünem Wasserstoff wird Algeriens Bedeutung noch einmal zunehmen", erklärte der Bundesaußenminister.

Der Außenminister wird auf seiner Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet. Die Bundesregierung sieht in Tunesien und Algerien wichtige Partner, die als Bindeglied zwischen dem europäischen und dem afrikanischen Kontinent auftreten können.

Weitere Meldungen

Spanien untersucht weiter Ursachen für Massenandrang von Migranten in Ceuta

Einen Monat nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika untersucht Spanien nach Regierungsangaben weiter die Ursachen der  Vorkommnisse.

Mehr
Außenminister Wadephul besucht Tunesien und Algerien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) besucht am Montag und Dienstag die nordafrikanischen Mittelmeeranrainer Tunesien und Algerien. In Tunis sind am Montag Gespräche mit

Mehr
Erstes Ministertreffen von neuem Verteidigungsbündnis in Istanbul

Minister des neuen Militärbündnisses aus Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan kommen am Montag erstmals zu Beratungen in Istanbul zusammen. Bei dem Treffen soll nach Angaben

Mehr

Top Meldungen

Umfrage: Unternehmen erhöhen Klimainvestitionen kaum

München (dts Nachrichtenagentur) - Unternehmen in Deutschland haben im Jahr 2025 durchschnittlich 9,3 Prozent ihrer Investitionen für Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Betrieb

Mehr
Wadephul wirbt für engere Kooperation mit Tunesien und Algerien

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Abreise nach Tunesien und Algerien die Bedeutung engerer Zusammenarbeit mit den

Mehr
CDA-Chef wirft SPD im Rentenstreit "kopflosen Aktionismus" vor

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Bundesvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmervereinigung (CDA), Dennis Radtke, hat die wachsende Kritik in der SPD an der

Mehr