Politik

IMK-Vorsitzender Grote fordert klarere Strategie bei Drohnenabwehr

  • AFP - 18. August 2026, 09:04 Uhr
Bild vergrößern: IMK-Vorsitzender Grote fordert klarere Strategie bei Drohnenabwehr
Zwei Drohnen in der Luft
Bild: AFP

Angesichts der Bedrohungen durch Drohnen fordert Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) eine klare Strategie. Bei der Entwicklung der Drohnenabwehr seien 'mehr Tempo' und 'eine klarere gemeinsam getragene Strategie' notwendig, sagte er im ZDF.

Angesichts der Bedrohungen durch Drohnen in Deutschland hat Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) eine klare Strategie gefordert. Bei der Entwicklung der gemeinsamen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr seien "mehr Tempo" und "eine klarere gemeinsam getragene Strategie" notwendig, sagte Grothe, der derzeit Vorsitzender der Innenministerkonferenz der Länder ist, am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin".

Forderungen nach deutlicheren Befugnissen bei den Behörden wies der Senator zurück. "Ehrlicherweise sehe ich dieses Zuständigkeitenwirrwar nicht", betonte Grote. "Wir haben eigentlich klare Zuständigkeiten, das ist nicht unser Problem." An Flughäfen sei die Bundespolizei zuständig, an militärischen Einrichtungen die Bundeswehr, ansonsten die Länderpolizeien. 

Er glaube auch nicht, dass "die eine Stelle in Deutschland die gesamte Drohnenabwehr organisieren" könne. "Da kann niemand aus seiner Zuständigkeit raus." Das bedeute, die Länderpolizeien müssten im Zweifel die kritischen Infrastrukturen und auch größere Veranstaltungen in ihren Ländern schützen. Die Bundespolizei könne mit mobilen Einheiten unterstützen, die Bundeswehr könne Amtshilfe leisten.

"Was wir brauchen, ist eine enge Zusammenarbeit, ein Lagebild, über das alle gemeinsam verfügen, eine sehr sehr schnelle Klärung, wer kann jetzt was tun, da können wir noch besser werden", betonte Grothe.

In Cochstedt in Sachsen-Anhalt wird am Dienstag ein neues "Technologiezentrum Drohnensicherheit" eingeweiht, mit dem die Bundesregierung gezielte Abwehrmöglichkeiten entwickeln will. Unter Federführung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sollen dort innovative Technologien für die Drohnensicherheit erforscht, entwickelt und unter realistischen Bedingungen erprobt werden.

Drohnen sind in den vergangenen Jahren immer mehr zum Sicherheitsrisiko geworden - etwa, indem sie Industrie- oder Militäranlagen ausspionieren, den Verkehrsbetrieb an Flughäfen stören oder lahmlegen oder zuletzt wie in Leipzig für Sprengstoff-Anschläge genutzt werden sollen.

Weitere Meldungen

US-Regierung legt Bau von Grenzschutzanlage in Nationalpark in Texas auf Eis

Nach Kritik von Behördenvertretern, Initiativen und Bewohnern hat die Regierung von US-Präsident Donald Trump die milliardenschweren Arbeiten an einem umstrittenen

Mehr
Sachsen-Anhalts Regierungschef Schulze warnt vor Wahl des BSW

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) geht davon aus, dass das BSW im Falle eines Einzugs in den Landtag AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ins Amt des

Mehr
Organspende-Diskussion: CSU-Gesundheitsexperte zieht Vergleich zu Corona

In der Diskussion um neue Wege bei der Organspende hat der CSU-Gesundheitsexperte Stephan Pilsinger Vergleiche zur Corona-Krise gezogen. "Mich erinnert die Debatte teilweise an

Mehr

Top Meldungen

Erwerbstätigkeit im zweiten Quartal saisonbereinigt gesunken

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im 2. Quartal 2026 sind rund 45,7 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig gewesen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen

Mehr
Warnstreiks an sechs deutschen Seehäfen gestartet

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - In der Nacht zu Dienstag sind die von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi angekündigten 24-stündigen Warnstreiks an sechs deutschen

Mehr
Ökonom Schularick für deutliche Anhebung der Mehrwertsteuer

Kiel (dts Nachrichtenagentur) - Der Ökonom und Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, Moritz Schularick, schlägt eine deutliche Anhebung der Mehrwertsteuer vor, um

Mehr