Mit mehr als 2300 Toten ist der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo der schlimmste in der Geschichte des zentralafrikanischen Landes. Wie aus neuen Zahlen der Regierung in Kinshasa vom Montag hervorgeht, wurden mittlerweile 2325 Todesfälle registriert. Bei einem früheren Ausbruch in den Jahren von 2018 bis 2020 waren 2299 Menschen gestorben.
Die Regierung gibt die Zahl der registrierten Infektionen mit dem Ebola-Virus mittlerweile mit 4945 an. Bei der Epidemie vor rund acht Jahren hatten sich demnach 3381 Menschen infiziert.Â
Das UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten (Ocha) hatte vergangene Woche von der sich "am schnellsten ausbreitenden Ebola-Epidemie aller Zeiten" gesprochen. Alle 30 Minuten sterbe in der Demokratischen Republik Kongo ein Mensch an Ebola, rechnete die UN-Behörde vor.Â
Der schwerste Ebola-Ausbruch aller Zeiten war zwischen 2013 und 2016 in Westafrika aufgetreten. Damals wurden 11.300 Todesopfer registriert, vor allem in Liberia, Sierra Leone und Guinea.
Der Mitte Mai dieses Jahres ausgerufene Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo betrifft mehrere Provinzen im von jahrzehntelanger Gewalt geprägten Osten des Landes. Am stärksten betroffen ist die Provinz Ituri. Es handelt sich um den 17. Ebola-Ausbruch in dem Land. Verursacht wird er von der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die es bislang weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung gibt.
Ebola wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter übertragen und kann schweres hämorrhagisches Fieber auslösen. In den vergangenen 50 Jahren starben in Afrika mehr als 15.000 Menschen in Folge einer Infektion.
Gesundheit
Aktueller Ebola-Ausbruch ist mit mehr als 2300 Toten der schlimmste im Kongo
- AFP - 17. August 2026, 11:57 Uhr
Mit mehr als 2300 Toten ist der aktuelle Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo der schlimmste in der Geschichte des zentralafrikanischen Landes.
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