US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die am Montag beginnenden Militärübungen seines Landes mit dem traditionellen Verbündeten Südkorea "wesentlich" zu verringern. Die gemeinsamen Manöver seien "nicht nur kostenintensiv, wobei viele dieser Kosten von den USA bezahlt werden (wie üblich!)", erklärte Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. Darüber hinaus seien diese Militärübungen auch ein Signal, das "total unangemessen und feindlich" gegenüber Nordkorea sei.
Der US-Präsident betonte, während seiner Präsidentschaft habe sich Nordkorea "nicht bedrohlich und respektvoll" verhalten. Angesichts seiner "sehr guten Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sei er "nicht glücklich über die Tatsache, dass die USA vor langer Zeit eingewilligt haben, sich an gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea zu beteiligen".
Trump erklärte, es sei zu spät, die Übungen abzusagen. Daher habe er US-Verteidigungsminister Pete Hegseth angewiesen, die Militärübungen mit Südkorea "wesentlich zu reduzieren".
Die USA sind seit langem der wichtigste Verbündete Südkoreas. Dort sind rund 28.500 US-Soldaten stationiert. Am Montag beginnt die elftägige gemeinsame Militärübung "Ulchi Freedom Shield" in Südkorea, die offiziell der Vorbereitung auf eine möglicherweise notwendige Verteidigung gegen Nordkorea dient.
Das südkoreanische Verteidigungsministerium erklärte am Montag, die Militärübungen mit den USA würden wie geplant stattfinden. "Wir werden wie zuvor angekündigt und geplant verfahren", sagte ein Ministeriumssprecher.
Nordkorea hat die Übungen stets kritisiert und sie als Generalproben für eine Invasion verurteilt.
Südkorea und Nordkorea befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand, der Koreakrieg endete 1953 nur mit einem Waffenstillstand. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung bemüht sich seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr um eine Annäherung an den nördlichen Nachbarn und bot Pjöngjang am Samstag erneut Verhandlungen über einen Friedensvertrag an, Nordkorea reagierte bislang aber nicht.
US-Präsident Trump war 2019 daran gescheitert, mit Nordkoreas Machthaber Kim über eine Zerstörung der nordkoreanischen Atomwaffen zu verhandeln, im Gegenzug für Lockerungen der strengen US-Sanktionen. Nordkorea ist zudem enger an Russland herangerückt. Beobachtern zufolge unterstützt das Land Moskau in seinem Krieg gegen die Ukraine mit Truppen und Munition.
Trump hat sich bereit gezeigt, langjährige Bündnisse infrage zu stellen. Er kritisierte die westlichen Partner der USA für ihre aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg. In seinem Beitrag kritisierte Trump am Sonntag in diesem Zusammenhang auch Südkorea und schrieb: "Ich habe kürzlich den Präsidenten von Südkorea gefragt, ob sie sich uns bei der Denuklearisierung der Islamischen Republik Iran anschließen möchten und sie sagten: 'Nein, danke!'"
Brennpunkte
Trump will Militärübungen mit Südkorea "wesentlich" verringern
- AFP - 17. August 2026, 01:49 Uhr
US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, die am Montag beginnenden Militärübungen seines Landes mit dem traditionellen Verbündeten Südkorea 'wesentlich' zu verringern.
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