Wirtschaft

Binnenschifffahrt fordert von Bilger 1.000 neue Schiffe bis 2035

  • dts - 13. August 2026
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Steffen Bilger (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Binnenschifffahrtsbranche fordert von der Bundesregierung einen verlässlichen Investitionsrahmen bis 2035, um den Bau von 1.000 neuen Güterschiffen zu ermöglichen. Das sagte der Geschäftsführer von HGK Shipping, Steffen Bauer, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Das Unternehmen zählt zu den führenden Binnenschifffahrtsunternehmen in Europa.

Hintergrund ist die Ankündigung von Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU), das Förderprogramm zur niedrigwassergerechten Umrüstung von Schiffen fortführen zu wollen. "Wir brauchen von der Bundesregierung einen verlässlichen Investitionsrahmen bis 2035, der privates Kapital mobilisiert und Unternehmen Planungssicherheit für Neubauten gibt", sagte Bauer. Zielgröße sollte der Bau von 1.000 modernen Güterbinnenschiffen in Europa sein.

"Setzt man zur Einordnung modellhaft ein durchschnittliches Investitionsvolumen von 12,5 Millionen Euro je Neubau an, entspricht die Zielgröße einem Investitionspotenzial von bis zu 12,5 Milliarden Euro", rechnete Bauer vor. Die Bundesregierung solle dabei eine führende Rolle übernehmen und mit einem langfristig verlässlichen Förderrahmen private Investitionen in die Flottenerneuerung auslösen.

Der dringende Bedarf zeige sich derzeit unter anderem am Mittelrhein: Am Pegel Kaub wurden am Dienstag nur noch 16 Zentimeter gemessen. Die Prognosen wiesen auf eine weitere Verschärfung der Situation und einstellige Pegel hin, erklärte Bauer. Mit sinkenden Wasserständen reduzierten sich die möglichen Abladungen und damit die Transportkapazitäten auf einer der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen massiv. Niedrigwasseroptimierte Schiffe könnten da den entscheidenden Unterschied machen.

Bilger hatte zuvor dafür geworben, die Förderung von Niedrigwasserschiffen in voller Höhe beizubehalten. Diese war von zunächst 36 Millionen Euro für 2027 zwischenzeitlich aus Haushaltsgründen halbiert worden. "Das Anliegen bringen wir in die parlamentarischen Haushaltsberatungen ein", sagte Bilger dem RND. Parallel dazu würden die erforderlichen europäischen Abstimmungen vorangetrieben, damit eine Fortführung der Förderung nicht unnötig verzögert werde.

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