Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst schließt es derzeit aus, Friedrich Merz (CDU) als Bundeskanzler abzulösen. Das Kanzleramt sei für ihn "aktuell keine Option", sagte Wüst dem Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke-Mediengruppe (Dienstag).
Er arbeite mit Merz "wirklich gut zusammen". Da werde "oft von außen mehr hereingeheimnisst, als es ist", so Wüst. "Wir sind unterschiedliche Typen, da liegen auch 20 Jahre zwischen, unterschiedliche Erfahrungshorizonte, aber wir arbeiten wirklich sehr ordentlich zusammen."
Ende Mai hatte es Berichte über Spekulationen in der CDU gegeben, wonach Wüst im Zuge eines "Kanzlertauschs" Merz als Bundeskanzler ersetzen könnte. Wüst hatte dies als "Quatsch" zurückgewiesen.
Allerdings bekräftigte Wüst eine frühere Aussage, dass er eine mögliche Kanzlerkandidatur zu einem späteren Zeitpunkt nicht ausschließe. "Wenn man ein so großes Land regiert wie Nordrhein-Westfalen, in dem sich die Stärken und Herausforderungen Deutschlands in einer kleineren Variante eins zu eins widerspiegeln, dann sollte man nie `Nie, nie` sagen."
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Wüst schließt aktuell Wechsel ins Kanzleramt aus
- dts - 4. August 2026
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