Weil er dutzende Leichname in Regalen gelagert hat anstatt sie wie vereinbart einzuäschern, ist der Besitzer eines Bestattungsunternehmens im britischen Hull zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Der Bestatter Robert Bush habe Menschen "in industriellem Ausmaß" beleidigt und "unvorstellbares Leid und Schmerz" verursacht, erklärte Richter Nicholas Hilliard bei der Urteilsverkündung am Freitag.Â
In dem Bestattungsinstitut, das Bush seit zwölf Jahren führte, herrschten laut Hilliard "schreckliche" Zustände. Leichen seien dort "auf unwürdige Weise" aufbewahrt und Angehörigen sei die Asche anderer Menschen ausgehändigt worden, erklärte der Richter.Â
Der 48-jährige Bestatter hatte sich bereits im April in dutzenden Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter Diebstahl und Betrug. Als Grund für den regelwidrigen Umgang mit den Leichnamen gab der Bestatter finanzielle Schwierigkeiten an. Die Staatsanwaltschaft bezweifelte diese Version allerdings.
Die Polizei hatte in einem Kühlraum seines Instituts 31 Leichname gefunden, die bereits Monate zuvor hätten verbrannt werden müssen. Darunter waren auch die sterblichen Überreste eines zweijährigen Kindes, die dort bereits seit zwei Jahren gelegen hatten. Außerdem fanden die Beamten mehr als hundert Urnen mit Asche von Verstorbenen.Â
Brennpunkte
Dutzende Leichname in Regalen gelagert: 20 Jahre Haft für britischen Bestatter
- AFP - 31. Juli 2026, 15:03 Uhr
Weil er dutzende Leichname in Regalen gelagert hat anstatt sie wie vereinbart einzuäschern, ist der Besitzer eines Bestattungsunternehmens im britischen Hull zu 20 Jahren Haft verurteilt worden.
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