Brennpunkte

Bundesregierung will Unterstützung von Terroropfern dauerhaft sicherstellen

  • AFP - 22. Juli 2026, 12:44 Uhr
Bild vergrößern: Bundesregierung will Unterstützung von Terroropfern dauerhaft sicherstellen
Blumen und Kerzen für Opfer des Magdeburger Anschlags
Bild: AFP

Die Bundesregierung will die Unterstützung von Opfern terroristischer Gewalt dauerhaft sicherstellen. Das Kabinett beschloss dazu einen Gesetzentwurf, mit dem das Amt des Bundesopferbeauftragten auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden soll.

Die Bundesregierung will die Unterstützung von Opfern terroristischer Gewalt dauerhaft sicherstellen. Das Kabinett beschloss deshalb am Mittwoch einen Gesetzentwurf, mit dem das Amt des Bundesopferbeauftragten auf eine gesetzliche Grundlage gestellt werden soll. Der Beauftragte ist zentraler Ansprechpartner für alle Betroffenen von terroristischen oder extremistischen Anschlägen im Inland. Das Amt wurde 2018 eingerichtet, aktueller Amtsinhaber ist der Berliner Rechtsanwalt Roland Weber.

Der Gesetzentwurf legt zudem erstmals die Aufgaben des Beauftragten und den Kreis der Betroffenen fest. Mit dem Entwurf muss sich nun als nächstes der Bundestag befassen.

"Jede terroristische Gewalttat fügt den Betroffenen schweres Leid zu", erklärte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD). Der Opferbeauftragte stehe den Betroffenen nach einem Anschlagsgeschehen verlässlich zur Seite. Er kümmere sich um ihre Anliegen, vermittele praktische, finanzielle und psychosoziale Hilfe.

"Diese zentrale Lotsenfunktion wollen wir auf eine gesetzliche Grundlage stellen und so die verlässliche Unterstützung langfristig sichern", betonte die Ministerin. "Damit senden wir eine klare Botschaft: Wir stehen als Staat dauerhaft an der Seite der Betroffenen."

Weitere Meldungen

Zwei Straßenbahnen stoßen in Rotterdam zusammen: 15 Verletzte

In der niederländischen Hafenstadt Rotterdam sind am Mittwoch auf der Erasmus-Brücke zwei Straßenbahnen zusammengestoßen. Dabei wurden nach Angaben der Behörden mindestens 15

Mehr
SPD verteidigt Reform des Informationsfreiheitsgesetzes

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - SPD-Fraktionschef Matthias Miersch verteidigt die geplante Reform des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG). "Wir erleben offenkundigen Missbrauch,

Mehr
Freispruch für Busfahrer nach Unfall mit tödlich verletztem Neunjährigen in Hamburg

Nach einem Unfall mit einem tödlich verletzten Neunjährigen hat das Amtsgericht Hamburg-Bergedorf einen Busfahrer vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Selbst

Mehr

Top Meldungen

Studie: Sieben Maßnahmen könnten Kündigungskosten halbieren

München (dts Nachrichtenagentur) - Mit mehreren gezielten Maßnahmen ließen sich die Kosten je Kündigung in Deutschland laut einer Studie von rund dem Zweieinhalbfachen auf den

Mehr
Kiesewetter fordert Stopp von Atomprojekt mit Rosatom in Lingen

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter fordert, die Genehmigung für das umstrittene Atomprojekt mit Beteiligung des russischen

Mehr
Sozialverband kritisiert Frühstartrente als "risikobehaftet"

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) reagiert zurückhaltend auf die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil für die neue

Mehr