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Tödliches Bootsunglück in Vietnam: Polizei nimmt Kapitän fest

  • AFP - 12. Juli 2026, 14:34 Uhr
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Rettungskräfte in Phu Quoc
Bild: AFP

Die vietnamesische Polizei hat den Kapitän eines Touristenbootes festgenommen, bei dessen Kentern am Samstag 15 indische Urlauber ums Leben gekommen waren. Das Schnellboot war am Samstag vor der Küste der Insel Phu Quoc gekentert.

Nach dem Tod von 15 indischen Urlaubern beim Kentern eines Touristenbootes in Vietnam hat die Polizei den Kapitän festgenommen. Er habe "Gesetze gebrochen", was zu dem Unglück geführt habe, teilte die Polizei in der südlichen Provinz An Giang am Sonntag mit. Das Schnellboot, das Medienberichten zufolge 32 indische Urlaubern und vier Besatzungsmitglieder an Bord hatte, war am Samstag vor der Küste der Insel Phu Quoc gekentert. 21 Menschen wurden gerettet.

Einem Bericht der Zeitung "Tuoi Tre" zufolge waren die Behörden zunächst von einem unvermeidbaren Unglück wegen schlechter Wetterbedingungen ausgegangen. Staatliche Medien berichteten indes, dass zu dem Zeitpunkt des Kenterns zwar hoher Wellengang herrschte, es aber nicht geregnet habe, und dass noch weitere Touristenboote in dem Gebiet auf See gewesen seien. Viele Bootsunternehmen hätten ihren Betrieb am Sonntag aber wegen des Unglücks ausgesetzt.

Mindestens 15 der Überlebenden wurden nach Angaben der indischen Botschaft in Hanoi inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen und sind demnach auf dem Heimweg nach Indien. Ein Mensch in lebensbedrohlichem Zustand werde weiter behandelt, die Leichname der Todesopfer sollten in ihre Heimat gebracht werden. Indiens Regierungschef Narendra Modi hatte am Wochenende im Onlinedienst X "zutiefst traurig" auf das Unglück reagiert.

Die wegen ihrer Sandstrände bei Urlaubern beliebte Insel Phu Quoc liegt im Süden Vietnams im Golf von Thailand. Auch die kleine Nachbarinsel May Rut Ngoai ist wegen ihrer weißen Sandstrände sowie wegen ihrer bei Tauchern beliebten Riffe ein Touristenmagnet. In den vergangenen Jahren erlebte Phu Quoc einen Touristenboom. Allein 2025 besuchten 1,8 Millionen Ausländer die Insel.

Bootsunglücke sind in Vietnam wegen oft extremen Wetters, häufiger Überflutungen und mangelhafter Wartung der Boote keine Seltenheit. Im Juli vergangenen Jahres starben 39 Menschen, als ein Touristenboot in der bei Urlaubern ebenfalls sehr beliebten Ha-Long-Bucht im Norden von Vietnam in einem Sturm kenterte.

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