Brennpunkte

Ukraine meldet zehn Tote und dutzende Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew

  • AFP - 6. Juli 2026, 07:05 Uhr
Bild vergrößern: Ukraine meldet zehn Tote und dutzende Verletzte bei russischen Angriffen auf Kiew
Rauch nach Explosionen in Kiew
Bild: AFP

In der Ukraine sind bei russischen Angriffen mindestens zehn Menschen getötet worden. Inzwischen seien 'neun Tote und 46 Verletzte' bestätigt, teilte der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, mit. Ein weiteres Opfer gab es in Butscha.

In der Ukraine sind am frühen Montagmorgen bei russischen Angriffen mindestens zehn Menschen getötet worden. Inzwischen seien "neun Tote und 46 Verletzte" bestätigt, teilte der Chef der Militärverwaltung in Kiew, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram mit. Unter den Verletzten sind seinen Angaben zufolge fünf Kinder. Ein weiteres Todesopfer wurde in Butscha nordwestlich von Kiew gemeldet.

Der Chef der Militärverwaltung in Kiew warnte vor möglichen weiteren Opfern. "Die Rettungseinsätze dauern weiter an", erklärte er. "Traurigerweise ist dies nicht die endgültige Bilanz."

Zuvor hatte Tkatschenko auf Telegram mitgeteilt, der Feind greife "mit ballistischen Raketen" an. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP gaben an, während eines Raketenalarms in der ukrainischen Hauptstadt mehr als zehn Explosionen gehört zu haben. Zudem hätten sie Lichtblitze im Himmel gesehen.   

"Es gibt keine Worte, die diesen Schmerz lindern können", erklärte Tkatschenko. Der Angriff habe vier Brände ausgelöst, alle in Wohngebäuden. "Orte, an denen die Menschen in der Nacht einfach nur schliefen", fügte Tkaschenko hinzu.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben. Es handelt sich um den zweiten tödlichen Angriff auf Kiew binnen weniger als einer Woche. 

In der Stadt Sewastopol auf der russisch annektierten Halbinsel Krim führte derweil ein ukrainischer Angriff am Montag zu Stromausfällen. "Nach einem feindlichen Angriff auf die Energieinfrastruktur in der Nähe von Sebastopol war unsere Stadt vorübergehend ohne Strom", schrieb der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram.

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin sagte dem vom russischen Staat unterstützten Sender Max, dass die russische Luftabwehr mehrere Wellen von Drohnen abgeschossen hätte, die auf Moskau zusteuerten.

Russland überzieht die Ukraine seit fast viereinhalb Jahren nahezu in jeder Nacht mit Raketen- und Drohnenangriffen. Zuletzt hatte die ukrainische Armee ihre Gegenangriffe auf Russland verstärkt und dabei Raffinerien und Öllager ins Visier genommen, was zu Treibstoffengpässen im Land führte. 

Weitere Meldungen

Estland fordert höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder

Tallinn (dts Nachrichtenagentur) - Der estnische Premierminister Kristen Michal sieht die Zukunft der Ukraine nach wie vor in der EU und in der Nato. "Wo sollte die Ukraine denn

Mehr
SPD drängt Merz zu klarer Haltung zu Menschenrechten in Türkei

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem am Dienstag beginnenden Nato-Gipfel im türkischen Ankara verlangt die SPD im Bundestag eine klare Positionierung von Bundeskanzler

Mehr
Unions-Außenexperte fordert härteren Nato-Kurs gegen Russland

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem bevorstehenden Nato-Gipfeltreffen in Ankara plädiert der Unions-Außenexperte Jürgen Hardt (CDU) für einen härteren Kurs der Allianz

Mehr

Top Meldungen

Handelsverbände fordern Freigabe der Sonntagsöffnungszeiten

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Ankündigung der Bundesregierung, die Sonntagsöffnungszeiten für Bäckereien und Konditoreien zu verlängern, fordern Handelsverbände

Mehr
Klingbeil verteidigt Reformvorhaben der Regierung

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - SPD-Chef Lars Klingbeil hat die Reformvorhaben der schwarz-roten Bundesregierung verteidigt. Er wolle gar nicht abstreiten, dass es "da auch

Mehr
Warken baut Krankenkassengesetz um

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Unmittelbar bevor Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ihr Gesetz zur Finanzreform der Krankenkassen in der kommenden Woche zur finalen

Mehr