Gesundheit

Gut 2000 Hitzetote in Frankreich - Großraum Paris besonders betroffen

  • AFP - 3. Juli 2026, 12:02 Uhr
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Ältere Dame während der Hitzewelle
Bild: AFP

Während der jüngsten Hitzewelle in Frankreich sind gut 2000 Menschen mehr gestorben als in der Vorwoche. Dies bedeutet einen Anstieg um 30 Prozent, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag in Paris mitteilte.

Während der jüngsten Hitzewelle in Frankreich sind gut 2000 Menschen mehr gestorben als in der Vorwoche. Dies bedeutet einen Anstieg um 30 Prozent, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag in Paris mitteilte. Die Zahl könne aber noch weiter ansteigen, betonte die Behörde. Genauere Zahlen sollen in etwa drei Wochen vorliegen.

Besonders betroffen waren der dicht bevölkerte Großraum Paris sowie die Region Pays de la Loire im Landesinneren. Dort stieg die Zahl der Todesfälle jeweils um gut 60 Prozent an.

Die zusätzlichen Todesfälle betrafen fast ausschließlich Menschen über 45 Jahren, wobei die Über-65-Jährigen den größten Teil ausmachten. Die Zahl der Menschen, die zu Hause starben, verdoppelte sich nahezu, was den zuvor geäußerten Befürchtungen der Regierung entspricht.

Gesundheitsministerin Stéphanie Rist geht allerdings davon aus, dass die Zahl der Hitzetoten nicht das Ausmaß von 2003 erreichen wird. Damals waren 15.000 überwiegend ältere Menschen an den Folgen der Hitze gestorben, etwa 5000 von ihnen zu Hause. Die beiden Ereignisse seien "nicht so einfach vergleichbar", sagte sie. 

Die jüngste Hitzewelle, die offiziell vom 17. bis 30. Juni dauerte und große Teile Frankreichs erfasste, war zwar intensiver als die von 2003 - aber die Regierung verweist darauf, dass die Behörden besser vorbereitet waren. Während der Tage mit extrem heißen Temperaturen öffneten etwa klimatisierte Pflegeheime ihre Türen für Senioren aus der Umgebung. Die Regierung verbreitete zahlreiche Hinweise zum Gesundheitsschutz und rief dazu auf, sich um alleinstehende Menschen zu kümmern.

Nach Angaben des französische Wetterdienstes endete die Hitzewelle nach 14 Tagen an diesem Freitag. Der Schwellenwert dafür ist eine Durchschnittstemperatur von 22,2 Grad innerhalb von 24 Stunden an 30 verschiedenen Wetterstationen. Die Hitzewelle von 2003 dauerte zwei Tage länger, war aber weniger heiß. Im Juni verzeichnete Frankreich drei heißeste Tage seit Beginn der Aufzeichnungen in Folge.

Bereits am Wochenende rechnet der Wetterdienst mit dem Beginn einer neuen Hitzewelle. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Hitzewellen infolge des menschengemachten Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zunehmen.  

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