Wirtschaft

Zahl neuer Pflegeazubis zum dritten Mal in Folge gestiegen

  • dts - 2. Juli 2026, 08:14 Uhr
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Medizinisches Personal in einem Krankenhaus (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Im Jahr 2025 haben rund 63.900 Auszubildende einen neuen Ausbildungsvertrag zur Pflegefachkraft abgeschlossen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag nach endgültigen Ergebnissen mitteilte, haben damit im dritten Jahr in Folge mehr Personen eine Pflegeausbildung begonnen als im Vorjahr (2022: 52.100, 2023: 54.400, 2024: 59.400). Dabei handelt es sich um die Auszubildenden mit Neuvertrag, die sich zum 31. Dezember 2025 noch in Ausbildung befanden. Die Zahl der Auszubildenden insgesamt lag zum 31. Dezember 2025 bei knapp 157.200, ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Im Jahr 2025 haben rund 35.300 Personen ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann erfolgreich abgeschlossen. Dabei wählten erneut nur wenige Pflegeauszubildende einen spezialisierten Abschluss: Knapp 1,2 Prozent der Absolvierenden der generalisierten Pflegeausbildung deutschlandweit erwarben einen Abschluss mit Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Altenpflege.

71 Prozent aller Auszubildenden mit Neuverträgen in der Pflegeausbildung 2025 waren Frauen (45.500), 29 Prozent waren Männer (18.500). Seit dem Start der neuen Ausbildungsform wächst der Anteil der Männer allerdings kontinuierlich. So lag der Männeranteil bei den Neuverträgen im Jahr 2020 noch bei 24 Prozent (13.000) und stieg im Jahr 2025 auf rund 29 Prozent (18.500).

Seit 2020 nimmt die Zahl der 22- bis 29-jährigen Pflegeauszubildenden mit Neuvertrag kontinuierlich zu. Ihr Anteil lag im Jahr 2020 bei rund 24 Prozent (12.900) und stieg bis 2025 auf 31 Prozent (19.700). Mit einem Anteil von 51 Prozent (32.700) aller Neuverträge beginnen jedoch weiterhin vor allem jüngere Personen im Alter von 21 oder jünger eine Pflegeausbildung. Im Vergleich zu 2020 hat sich ihr Anteil leicht verringert (59 Prozent). Der Anteil derjenigen Pflegeauszubildenden, die 30 Jahre oder älter sind, liegt wiederum bei etwa 18 Prozent und hat sich seit 2020 kaum verändert (17 Prozent). Das Durchschnittsalter unter allen Pflegeauszubildenden mit neuem Ausbildungsvertrag 2025 beträgt 24 Jahre.

Das seit 2024 vergütete und finanzierte Pflegestudium verzeichnete 2025 etwa acht Prozent mehr Studienanfänger als im Vorjahr. Knapp 800 Studierende haben 2025 ein Pflegestudium begonnen. Insgesamt befanden sich zum Jahresende 1.800 Studierende im Pflegestudium nach dem Pflegeberufegesetz. Der erfolgreiche Abschluss des Pflegestudiums qualifiziert die Absolvierenden ebenfalls zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. Zusätzlich erwerben sie den akademischen Grad eines Bachelors. Der Frauenanteil bei den Pflegestudierenden mit Neuvertrag liegt mit 78 Prozent noch höher als in der beruflichen Pflegeausbildung.

Der praktische Teil der Ausbildung oder des Studiums in der Pflege findet in Kooperation mit einem Träger der praktischen Ausbildung statt. Bei Pflegestudierenden dominiert das Krankenhaus als Träger der praktischen Ausbildung mit 92 Prozent. Nur fünf Prozent der Pflegestudierenden mit Neuvertrag beginnen ihr Studium in einer stationären Pflegeeinrichtung, während drei Prozent in einer ambulanten Pflegeeinrichtung starten.

Auch rund die Hälfte der Auszubildenden zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann, die einen neuen Ausbildungsvertrag haben, absolvieren den praktischen Teil ihrer Ausbildung im Krankenhaus. Die übrigen Pflegeauszubildenden mit einem Neuvertrag 2025 verteilen sich auf stationäre (36 Prozent) und ambulante Pflegeeinrichtungen (12 Prozent), so das Bundesamt.

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