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Erdbeben in Venezuela: Bundeswehr steht für Hilfsleistungen bereit

  • AFP - 25. Juni 2026, 11:24 Uhr
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Eingestürztes Haus in Caracas
Bild: AFP

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Hilfe der Bundeswehr für die Katastrophengebiete angeboten. Dafür stünden Transportflugzeuge bereit.

Nach den schweren Erdbeben in Venezuela hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Hilfe der Bundeswehr für die Katastrophengebiete angeboten. "Die Bundeswehr steht bereit und kann kurzfristig bis zu sechs Transportflugzeuge A400M zur Verfügung stellen, sobald Unterstützung von uns angefordert wird", erklärte Pistorius am Donnerstag in Berlin. Die Flugzeuge könnten Personal und Material des Technischen Hilfswerks (THW) nach Venezuela bringen, aber auch Transportflüge innerhalb Venezuelas ermöglichen.

Venezuela war am Mittwochabend (Ortszeit) innerhalb einer Minute von zwei schweren Erdbeben erschüttert worden. Nach Regierungsangaben kamen mindestens 32 Menschen ums Leben, mehr als 700 weitere wurden verletzt. Zahlreiche Gebäude stürzten ein oder wurden schwer beschädigt. Pistorius verwies auf Schätzungen, wonach die Zahl der Todesopfer weitaus höher sein dürfte. Er sprach von "vielen Tausenden Toten in Venezuela" und zeigte sich erschüttert über die Lage dort.

Die Bundeswehr-Maschinen würden laut Verteidigungsministerium durch das Lufttransportgeschwader 62 im niedersächsischen Wunstorf bereitgestellt, Diese Einheit verfüge über große Erfahrung bei Hilfseinsätzen. Die Flugzeuge können auch für den medizinischen Krankentransport ausgerüstet werden. "Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten, die sich jetzt bereits auf diesen Einsatz vorbereiten", sagte dazu Pistorius. Er betonte, auf die Bundeswehr sei in Notsituationen Verlass.

Unicef Deutschland kündigte zudem an, 250.000 Euro als Nothilfe für von den Erdbeben betroffene Kinder zur Verfügung zu stellen. "Unsere Gedanken sind bei den betroffenen Kindern und ihren Familien", erklärte Unicef-Geschäftsführer Christian Schneider. "Sie brauchen jetzt dringend Schutz und psychosoziale Hilfe." Mit dem Geld sollten zunächst die wichtigsten Hilfsgüter wie Trinkwasser, Hygieneartikel und Medikamente, aber auch Angebote zur psychosozialen Hilfe finanziert werden. Internationale Unicef-Teams seien vor Ort, um Bedarfe zu erfassen.

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